Dienstag

Heute haben Geburtstag:
Gilbert K.Chesterton * 1874
André Brink * 1935
Kerstin Hensel * 1961
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Heute im Wunderhorn Gedichte-Kalender:

Klabund
Die Wirtschafterin

Drei Wochen hinter Pfingsten,
Da traf ich einen Mann,
Der nahm mich ohne den geringsten
Einwand als Wirtschafterin an.

Ich hab’ ihm die Suppe versalzen
Und auch die Sommerzeit,
Er nannte mich süße Puppe
Und strich mir ums Unterkleid.

Ich hab’ ihm silberne Löffel gestohlen
Und auch Bargeld nebenbei.
Ich heizte ihm statt mit Kohlen
Mit leeren Versprechungen ein.

Ich habe ihn angeschissen
So kurz wie lang, so hoch wie breit.
Er hat mich hinausgeschmissen;
Es war eine wundervolle Zeit…

Quelle:
Klabund: Die Harfenjule. Berlin [1927], S. 9-10.
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Mein DVD-Spielfilm-Verleih hat mich zwei sehr guten Filmen versorgt.
Greenberg” u.a. mit Ben Stiller und “Cheyenne” u.a mit Sean Penn.
Beides Mal stehen etwas durchgeknallte, abgestürzte Typen im Mittelpunkt. Beides Mal haben sie eine starke Frau an ihrer Seite. Stark in sehr unterschiedlicher Art. Mal sehr zerbrechlich und suchend, aber kämpferisch bei “Greenberg”. Die andere wirklich stark, beschützend und organisierend in “Cheyenne”.
Beide Filme haben gute, interessante Filmmusik.
Roger Greenberg hütet das Haus seines sehr erfolgreichen Bruders in Los Angeles. Der Bruder ist mit seiner Familie nach Vietnam in Urlaub geflogen. Er hinterlässt ihm sein sehr großes Haus, den Hund und die Haushälterin. Roger Greenberg hatte vor 15 Jahren die Chance mit seinen Freunden einen Plattenvertrag zu ergattern. Er hatte sich damals verweigert und das Projekt platzte. Er ging nach New York, landete in der Psychiatrie und steht nun wieder dort, wo er vor Jahren geflohen ist. Er ist ein Suchender, er verdirbt es sich mit vielen alten Freunden, meckert und stößt überall an. Nur Florence, die 15 Jahre jüngere Haushälterin hält bis zum Schluss zu ihm.

Cheyenne lebt in seinem Schloß in Irland, nach dem er vor Jahren seinen letzten Auftritt als Rockmusiker hatte. Der Kontakt zu Außenwelt wird durch seine Frau hergestellt. Cheyenne ist noch so gestylt, wie zu Musikerzeiten, ist jedoch gebrochen, flüstert nur noch und hat jede Menge Macken. Eigentlich ein Fall für die Psychiatrie. Der Tod seines Vaters in den USA, bringt ihn dazu, dorthin zu fliegen und in eine damalige Welt einzutauchen.

Sie merken schon, es sind doch viele Parallen zu erkennen, obwohl die Filme sehr unterschiedlich gemacht worden sind.
Trailer zu “Greenberg
Trailer zu “Cheyenne

Hier können Sie die Filme bestellen:

Cheyenne – This must be the Place” € 14,99

Greenberg” € 14,99

Pfingstmontag

Heute haben Geburtstag:
Thomas Moore * 1779
Ian Fleming * 1908
Patrick White * 1912
Guntram Vesper * 1941
Frank Schätzing * 1957
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Diese Woche im Arche Kinderkalender ein Gedicht aus Italien von
Janna Carioli.
Illustration von Giulia Orecchia
Deutsch von Maja Pflug
(Alle Rechte beim Arche Verlag Hamburg)

Mi sento solo

Mi sento solo come un verme solitario,
come un cammello quando incontra un dromedario,
come la freccia quando vola via dell’arco,
come un gorilla nella gabbia del bioparco.

Mi sento solo come solu può un bambino.
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Heute geht es bei mir genauso faul weiter, wie es gestern aufgehört hat.
Deshalb gibt es auch keine Buchtipps.
Ich komme vor lauter Faulheit kaum zum Lesen.
So arbeite ich hier meine Unordnung auf und schicke Ihnen ein paar Fotos zum Thema: “Wie Bücher leben” und hoffe auf Bildantworten von Ihnen. Ein weiteres neues Foto ist aktuell auf wiebuecherleben.tumblr.com.






Gefunden auf: booksandnerds, streetmusique, walkingintheheaven, ipreferskaters, mymodernmet, booksandtea.
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Pfingstsonntag


Am frühen Morgen

Heute haben
Max Brod * 1884
Dashiell Hammett * 1894
Andrej Bitow * 1937
Geburtstag
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Heute im Wunderhorn Lyrikkalender:

Friedrich Schiller
Würde des Menschen

Nichts mehr davon, ich bitt euch. Zu essen gebt ihm, zu wohnen
Habt ihr die Blöße bedeckt, gibt sich die Würde von selbst.

1796
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Gestern war ein voller Ladentag. Mit Sonne und offener Ladentüre. Viel Urlaubslesestoff wurde verlangt und auch mitgenommen. Und zwar richtige Bücher und keine elektronische Ware. Von philosophischen Bücher, bis hin zum bretonischen Krimi. Ich hoffe, die Lektüre passt für die jeweiligen freien Tage.
Und somit wünsche ich allen Verreisenden schöne freie Tage.
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Günter Grass dichtet wieder.
Diesmal geht es um Griechenland.

Europas Schande

Dem Chaos nah, weil dem Markt nicht gerecht,
bist fern Du dem Land, das die Wiege Dir lieh.

Was mit der Seele gesucht, gefunden Dir galt,
wird abgetan nun, unter Schrottwert taxiert.

Als Schuldner nackt an den Pranger gestellt, leidet ein Land,
dem Dank zu schulden Dir Redensart war.

Zur Armut verurteiltes Land, dessen Reichtum
gepflegt Museen schmückt: von Dir gehütete Beute.

Die mit der Waffen Gewalt das inselgesegnete Land
heimgesucht, trugen zur Uniform Hölderlin im Tornister.

Kaum noch geduldetes Land, dessen Obristen von Dir
einst als Bündnispartner geduldet wurden.

Rechtloses Land, dem der Rechthaber Macht
den Gürtel enger und enger schnallt.

Dir trotzend trägt Antigone Schwarz und landesweit
kleidet Trauer das Volk, dessen Gast Du gewesen.

Außer Landes jedoch hat dem Krösus verwandtes Gefolge
alles, was gülden glänzt gehortet in Deinen Tresoren.

Sauf endlich, sauf! schreien der Kommissare Claqueure,
doch zornig gibt Sokrates Dir den Becher randvoll zurück.

Verfluchen im Chor, was eigen Dir ist, werden die Götter,
deren Olymp zu enteignen Dein Wille verlangt.

Geistlos verkümmern wirst Du ohne das Land,
dessen Geist Dich, Europa, erdachte.
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