Freitag

„Großes B an der Spree“

Berlin ist kalt und manchmal auch sonnig. Die Hundekacke versteckt sich unter dem Schnee. Heute ein kleine Tour durch ein paar Buchhandlungen. Wobei „25 books“, „Berlin Beirut Multiples“ und „Gestalten“ wirklich gut waren „Ocelot“, der eigentliche Grund der Runde, doch sehr enttäuschte.
Bilder finden Sie hier auf unserem Fotoblog.

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Donnerstag

Heute haben
Adalbert von Chamisso * 1781
Hans Erich Nossack * 1901
Barbara Tuchman * 1912
Richard Brautigan * 1935
Barbara Wood * 1947
Thomas Brezina * 1963
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Maike Albath:Rom, Träume
Berenberg Verlag  € 25,00
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„Moravia, Pasolini, Gadda und die Zeit der Dolce Vita“ heisst der Untertitel und schildert die kulturelle Nachkriegszeit in Rom. Es sind die 50er und 60er Jahre, die nachträglich geprägt sind durch Fellini und seiner römischen Filmwelt Cinecittà, die Via Veneto, die Stars und ihre Cafés. Im Vorfeld jedoch waren es die Freunde Moravia, Pasolini, Gadda und die Zeit der Dolce Vita, die den Weg dorthin ebneten. Sie waren es, die durch ihre umstrittenen Bücher und Filme, die zum Teil hohe Auflagen erreichten, mit dem Faschismus abrechneten und polarisierten durch ihre Arbeiten immer wieder das politische und kulturelle Geschehen.
Maike Albath hat in ihrem ersten Buch „Der Geist von Turin„, das ebenfalls im Berenberg Verlag erschienen ist und sich um den Verlag Einaudi dreht, gezeigt, dass sie eine flotte, gute Schreibe hat und dass ihre Thesen genau recherchiert sind.
In diesem Buch beginnt sind mit Moravia, dem Übervater dieser Zeit, der mit seinen Bücher großen Erfolg erzielte. Im Deutschen sind immer noch Romane wie „Die Römerin“ lieferbar (und lohnenswert). Sie schreibt über Dacia Mariani und Elsa Morante, die auf einem steinigen Weg den Erfolg erlangten und über Carlo Gadda, der auf verschlungen Pfaden durch sein literarisch, politisches Leben ging. Die Kapitel des Buches lauten dann: „TESTACCIO. Im Bauch von Rom“, „ABENDS IM CAFÉ. Piazza del Popolo“, „CAMPO DE‘ FIORI. Die bittere Stadt“, die uns so langsam zu Pasolini führen. Zu seiner Jugend und Kindheit im Friaul. Seine Prägungen durch Menschen Sprache und Familie. Seine Zeit als Junglehrer dort in einer Schule und seine „Flucht“ nach Rom, die dann in seiner Ermordung endet. „AM WASSERFLUGHAFEN VON OSTIA. Tod eines Freibeuters“. Sie schreibt über seine Zerissenheit, über seine Arbeiten, politischen Ansichten und persönlichen Neigungen. Sie machte mich so neugierig, dass ich die von ihr erwähnte Diskussionsszene in Berlin auf youtube suchte. Dort fand ich auch Pasolinis komplette Filme zum Anschauen. Maike Albath stellt u.a. noch Ennio Flaiano vor, von dem ich bis jetzt noch nichts gehört und gelesen habe, der (im Hintergrund) einer der ganz wichtigen Personen war und mit seinen Drehbücher (u.a. zu „La Dolce Vita“) Fellini zu Weltruhm verhalf.
„FINALE. Frauen in Rom“ heisst passenderweise das letzte Kapitel und beschließt ein sehr informatives, gut lesbares Buch, in das man immer wieder reinlesen mag.

Leseprobe
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Ich bin von heute bis Sonntag in Berlin bei den Kindern und habe heute abend Karten für Ibsens „Hedda Gabler“ in der Ostermeier-Inszenierung. So oft habe ich diese Inszenierung auf DVD angeschaut und jetzt endlich die Möglich die Aufführung live zu sehen.
Somit bin ich die nächsten Tage nicht immer online, melde mich spätestens aber am Montag wieder.


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Nicht vergessen:
Kommenden Dienstag, den 4.Februar um 19 Uhr.
„Jastrams erste Seite“ mit drei neuen Büchern und einer Szene aus „Tschick“, die drei Schauspieler des Ulmer Akademietheaters für uns präsentieren.
Es liest wie immer Clemens Grote.
Der Eintritt ist frei.
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Mittwoch

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Heute haben
Johann Gottfried Seume * 1763
Anton Tschechow * 1860
Romain Rolland * 1866
Gert Hofmann * 1931
Olga Tokarczuk * 1962
Philippe Besson * 1967
Mirjam Müntefering * 1969
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„Jeder wird mit seinem Norden oder Süden gleich geboren, ob in einem äußeren dazu – das macht wenig.“
Jean Paul
Ein prima Satz, den ich gestern als Motto in einem Buch gefunden habe.
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Neue Klassik-CDs eingetroffen.

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Und hier unser Bilderbuchbastelsuchundfindetipp des Tages:

9783407795311

Eva König: „Ich sehe was – und was siehst du?
Kleinformatiges Bilderbuch
ab vier Jahren
Beltz Verlag € 12,95
EUR 12,95
Hier reservieren

Ich sehe was – und was siehst du? Nur einen Haufen Papierschnipsel – oder eine Schlitterbahn für Pinguine? Nur ein paar Farbkleckse – oder einen Schwarm bunter Fische?
Im Zuge dieser Schnippel- und Bastelbücher zeigt Eva König, dass in Schnipseln und Klecksen lustige Gesichter, Figuren, ganze Landschaften und Geschichten stecken stecken. So wid aus Papierlocher-Konfetti eine Szene mit Schneemann, einem Jungen und einem springenden Hund. Fingerabdrücke werden zu Menschen. Tintenklekse zu einer Szene aus dem Weltall. So können Spitzerreste sowohl Blumen, als auch Federn und Flügel geben. Eva König zeigt uns zuerst eine unbearbeitete Szene und zeichnet sich ihre Gedanken auf der anderen Seite dazu. So auch drei Glasränder auf einer Papierunterlage, die zu einer Zirkusszene mit Löwe und Feuerreif werden. Im Bilderbuch steigern sich die Beispiele, bis wir wirklich ins Abstrakte kommen und Erwachsene gefordert werden. Mögliche Beispiele, an denen wir uns austoben können, kommen am Ende des Bilderbuches.

In der Leseprobe gibt es ein paar Seite zum Anschauen.

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