Montag

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Am Sonntag hatten
Samuel Pepys * 1633
Elisabth Langgässer * 1899
Erich Kästner * 1899
und
Ama Ata Aidoo * 1042
Geburtstag.

Heute haben wir
Wilhelem Grimm * 1786
George More * 1852
Keto von Waberer * 1942

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Der Film am Wochenende war eine Überraschung.
Ausser dem Trailer wusste ich nichts darüber und zu Beginn gab es einige platte Szenen. Je länger der Film jedoch lief, umso mehr hat er mich begeistert.

Glück

Das Glück der großen Dinge
Regie: Scott McGehee und David Siegel,
USA 2012, FSK ab 12,
Arthaus DVD € 19,99
Reservieren

Neben Julianne Moore kannte ich keine Schauspieler in diesem Independentwerk. Umso mehr war ich überrascht von den anderen Schauspielern in diesem Scheidungsdramas. Hauptsächlich von der sechsjährigen Onata Aprile, die die kleine Maisie spielt, um die es eigentlich geht. Sie lebt mit ihrer Mutter, einer in die Jahre gekommene Rocksängerin, und ihrem, ständig auf Reisen befindlichen, Vater, der in der Kunstszene tätig ist, ganz schick in Manhattan. Sie erlebt allerdings auch die dauernden Streiterein ihrer Eltern und die wüsten Beschimpfungen die dabei ausgestoßen werden. Es kommt zur Trennung der Eltern und vor Gericht erhalten  beide das Sorgerecht zugesprochen. So ist Maisie zwei Wochen bei ihrer Mutter und zwei Wochen bei ihrem Vater. Da die beiden Eltern Maisie lieben, sich jedoch mindestens genauso, wird sie in dieser neuen Situation noch mehr herum- und abgeschoben. Ihr Vater hat mittlerweile ihr Kindermädchen geheiratet. Allerdings aus sehr egoistischen Gründen, da er jemanden braucht, der sich um Maisie kümmert und ihre Mutter hat das Gleiche mit einem jungen Barkeeper gemacht. In diesen turbulenten Wochen und Monaten nach der Trennung tauchen wir immer mehr in das Innenleben der kleinen Maisie ein. Und Onata Aprile spielt dies enorm gut. Es kommt wie es kommen muss und am Ende sehen wir eine glückliche Maisie. In einer anderen Lebenssituation, auch wenn es nur eine Art Urlaub ist, mit zwei Personen, die wir schon kennen und sich im Laufe des Filmes immer näher gekommen sind. Nachdem am Ende des Film Maisies Mama auch noch erkennt, dass es für ihre Kleine wirklich besser ist, sie in der Obhut der beiden Neuen zu lassen und sie nicht mit auf ihre Rocktournee zu nehmen, haben wir ein glückliches Ende gefunden. Ich kann es immer wieder betonen, diese kleine Schauspielerin hat grossartig gespielt. Keine Ahnung, wie sie das alles hinbekommen haben.
Insgesamt ein Film, der sich lohnt anzuschauen. Kein Scheidungsdrama, der einen runterzieht, sondern mit viel Tempo und Einfühlsamkeit von Szenen zu Szene rast.
Was ich erst danach gelesen habe, dass dieser Film auf einem Roman von Henry James beruht. „What Maisie knew“ heisst er und erschien Ende des 19.Jahrhunderts in New York. Die Filmadaption heisst im Original: „Maisie“ und hat sich an sehr in Vielem an den Roman gehalten und diese Version in das heutige New York übertragen.
Ich wollte mir den Roman dann auch sofort ausleihen, oder kaufen. In deutsch ist das leider nicht möglich. Die Bibliothek hat ihn nicht und antiqiarisch bietet ein Antiquariat ein Taschenbuch für fast € 90 an. Die englische Variante ist lieferbar, mir aber im Moment zu langwierig zu lesen.

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Hier erfahren Sie, dass Daten aus einem Buch nicht verschwinden, im Gegensatz zu einer Computerdatei.
Sie erfahren aber auch, dass es nicht so ganz einfach ist, ein Buch zu bedienen.

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