Freitag

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Heute haben
Bettina von Arnim * 1785
Comte de Lautrémont * 1846
Tristan Tzara * 1896
Marguerite Duras * 1914
Helme Heine * 1941
Michael Schneider * 1043
Geburtstag
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Unter dem Motto: Poetisiert euch! stellen wir Ihnen den aktuellen Monatsgedichtsband von Reclam vor.

April

April
Gedichte
Herausgegeben von Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell
Reclam Verlag € 5,00

Zartes Grün und erstes Zwitschern
Launischer April
Launische Menschen
Karwoche
Ostern
Jetzt wird’s warm

So heissen die einzelnen Kapitel und da heute über Ulm Wolken mit Saharasand fliegen und die Natur eh schon drei Wochen ihrer Zeit voraus ist, gehen wir doch gleich ins letzte Kapitel.

Nikolaus Lenau
Frühling

Die warme Luft, der Sonnenstrahl
erquickt mein Herz, erfüllt das Tal.
O Gott! wie Deine Schritte tönen!
in tiefer Lust die Wälder stöhnen,
die hochgeschwellten Bäche fallen
durch Blumen hin mit trunknem Lallen;
sein bräutlich Lied der Vogel singt,
die Knosp in Wonne still zerspringt,
und drüber goldner Wolken Flug:
Die Liebe ist in vollem Zug!
An jeder Stelle möcht ich liegen,
mit jedem Vogel möcht ich fliegen,
ich möchte fort und möchte bleiben,
es fesselt mich und will mich treiben.
Dem Herzen wird so wohl, so bang,
umglüht, umrauscht vom Frühlingsdrang,
es fühlt des Lenzes Widerspruch:
ersehnte Ruh und Friedensbruch,
so heimatlich und ruhebringend,
so fremd, in alle Ferne dringend.
Das Frühlingsleuchten, treu und klar,
erscheint dem Herzen wunderbar,
ein stehngebliebner Freudenblitz,
in Gottes Herz ein offner Riß;
und wieder im Vorübersprung
ein Himmel auf der Wanderung;
ein irrer Geist, der weilend flieht
und bang das Herz von hinnen zieht.
Ich wandle irr, dem Himmel nach,
der rauschend auf mich niederbrach!
O Frühling! trunken bin ich dein!
O Frühling! ewig bist du mein!

Johann Heinrich Voss
Frühlingsliebe

Die Lerche sang, die Sonne schien,
Es färbte sich die Wiese grün,
Und braungeschwollne Keime
Verschönten Büsch‘ und Bäume:
Da pflückt‘ ich am bedornten See
Zum Strauß ihr, unter spätem Schnee,
Blau, rot und weißen Güldenklee.
Das Mägdlein nahm des Busens Zier,
Und nickte freundlich Dank dafür.

Nur einzeln grünten noch im Hain
Die Buchen und die jungen Mai’n;
Und Kresse wankt‘ in hellen
Umblümten Wiesenquellen:
Auf kühlem Moose, weich und prall,
Am Buchbaum, horchten wir dem Schall
Des Quelles und der Nachtigall.
Sie pflückte Moos, wo wir geruht,
Und kränzte sich den Schäferhut.

Wir gingen atmend, Arm in Arm,
Am Frühlingsabend, still und warm,
Im Schatten grüner Schlehen
Uns Veilchen zu erspähen:
Rot schien der Himmel und das Meer;
Mit einmal strahlte, groß und hehr,
Der liebe volle Mond daher.
Das Mägdlein stand und ging und stand,
Und drückte sprachlos mir die Hand.

Rotwangicht, leichtgekleidet saß
Sie neben mir auf Klee und Gras,
Wo ringsum helle Blüten
Der Apfelbäume glühten:
Ich schwieg; das Zittern meiner Hand,
Und mein betränter Blick gestand
Dem Mägdlein, was mein Herz empfand.
Sie schwieg, und aller Wonn‘ Erguss
Durchströmt‘ uns beid‘ im ersten Kuss.

Aber vielleicht wollen Sie es noch wärmer, da draußen wirklich schon T-Shirt-Wetter ist, dann holen Sie sich den Mai-Band gleich auch noch mit. Beide bei uns an der Kasse.

Mai
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Ein Verlag stellt sich vor und wir haben ihm unser Schaufenster zur Verfügung gestellt, damit wir eine kleine Auswahl seiner Veröffentlichungen präsentieren können.

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Das Verlagshaus J. Frank | Berlin
Wir sind ein Berliner Independent-Verlag und haben uns der Gegenwartsliteratur und Illustration verschrieben: deutschsprachige Lyrik und Kurzprosa sind unsere Programmschwerpunkte.
Wir veröffentlichen ausnahmslos Texte, die eine eigene Relevanz und Dringlichkeit beanspruchen. Jenseits von Klischees wollen unsere Texte verändern. Und Bleibendes schaffen. Leser und Autoren werden zu Verbündeten.
In unseren Publikationen treten Typografie und Illustrationen als eigenständige Ausdrucksformen in einen Dialog mit dem Text. So entstehen einzigartige Gesamtkompositionen, Kostbarkeiten, die unsere Leidenschaft für Bücher widerspiegeln.
Seit 2005 wird der Indie-Verlag von Johannes CS Frank, Andrea Schmidt und Dominik Ziller geführt: Überzeugungstätern, Literatur- und Illustrationsverrückten.

100% Independent

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Aus der „Bilderbuch“-Reihe:

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Aus der Edition Belletristik:

Buch1

Buch4

Buch3

Buch5

Lust auf mehr? Wir holen Ihnen gerne alle vorrätigen Bücher aus dem Schaufenster. Hier nochmals der Link zum Verlag, der auf seiner website mit vielen Informationen aufwartet.
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Neue Musik im Ulmer Stadthaus.
Diese Woche unter dem Motto: Spaces

Heute abend, Freitag, 4. April18 Uhr
NIX BOX – KlangRaum IV
Antonis Anissegos: Unununium, für Elektronik LIVE19 Uhr
Konzert
Ali Askin String Street
für Viola Solo (2004)
Luigi Nono sofferte onde serene …
für Klavier und Zuspielung (1976)
Unsichtbare Wirklichkeit
Vortrag von Bernd Bess (Berlin / Kairo)
Michael Gordon Industry
für Cello und Elektronik (1992)

Mit Antonis Anissegos (Klavier), Miriam Götting (Viola), Mathis Mayr (Cello), Jürgen Grözinger (Klangregie)

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