Samstag

Heute haben
Lenka Reinerova * 1916
Lars Gustafsson * 1936
Peter Hoeg *1957
und Udo Lindenberg * 1946
Geburtstag.

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Unser heutiger Buchtipp hat mich auf den letzten Tagen begleitet.

Park

Rainbow Rowell: „Eleanor & Park
The Orion Publishing Group € 11,99
In englischer Sprache

Bisher habe ich bei keinem deutschen Verlag eine Ankündigung des Titels auf deutsch gefunden. Ich meinte fast, dass es im Hanser Verlag erscheinen soll. Wer weiss. Die Reaktionen auf den amerikanischen Literaturblogs sind jedoch mehr als begeistert und auch ihr neuer Roman „Fangirl“ wird dort richtig gefeiert. Nun dachte ich, dass es passend ist, in London ein englisches Buch mitzunehmen; als Einstimmung und auf den vielen Wartezeiten.
Es hat sich gelohnt.
Dies sagte John Green in The New York Times Book Review über das Buch:
„Eleanor & Park reminded me not just what it’s like to be young
and in love with a girl, but also what it’s like to be young and in love with a book.“

Eleanor und Park gehen in die gleiche Schule. Es ist das Jahr 1986 irgendwo in Omaha in den USA. Eleanor war für ein Jahr weg von zuhause und beginnt nun wieder mit dem Unterricht. Daheim hat sie vier Geschwister, eine überforderte, aber liebende Mutter und einen tyrannisierenden Stiefvater, der ihr das Leben zur Hölle macht. Es ist kein Geld im Haus, die Kinder schlafen zum Teil auf dem Boden und Eleanor leidet sehr unter dieser Situation, zumal sie von ihren Mitschülerinnen gehänselt wird. Sie hat rote, wilde Haare, billige, alte Kleider und sie meint, sie sei viel zu dick. Im Gegensatz dazu Park. Seine Mutter kommt aus Korea. Sein Vater hat sie während des Krieges dort kennengelernt und in den USA geheiratet. Park hat noch einen jüngeren Bruder und seine Grosseltern wohnen gleich um die Ecke. Er führt ein behütetes Leben, ist etwas introvertiert und stellt sich beim Autofahren sehr ungeschickt an, so dass sein Vater meint, erschaffe nie den Führerschein.
Im Schulbus hat jeder seinen festen Platz und als Eleanor im neuen Schuljahr im Bus steht und keiner ihr einen Platz freimacht, ist es schließlich Park, der ihr eine Hälfte seines Sitzes abgibt. Eleanor reagiert nicht auf die blöden Zurufe der mitfahrenden SchülerInnen, sondern blickt nur zu Boden. Park bringt es seinerseits nicht fertig, sie anzusprechen. Aus diesem ersten Zusammentreffen wird täglich immer mehr. Park versucht mit ihr ins Gespräch zu kommen, leiht ihr seine Comics aus, gibt ihr seine Musikcassetten mit. Eleanor taucht plötzlich in eine andere Welt ein, entdeckt so etwas wie Freundschaft, trotz all den schlechten Erfahrungen und Brutalität bei ihr daheim und in der Schule. Denn gerade dort geht das Mobbing heftig weiter.
Park schafft es, immer mehr mehr von ihr zu erfahren und bringt sie dazu, dass sie sich bei ihm daheim treffen. Eine zarte Liebe bahnt sich an und Eleanor weiss, dass sie dies vor ihrer Mutter und hauptsächlich vor ihrem Stiefvater geheimhalten muss. Dieser Zustand der Schwebe, des Glücks und der latenten Gewalt bescheibt Rainbow Rowell sehr anrührend.
Eine erste Liebe ist eine erste Liebe. Es gibt Höhen und Tiefen, Missverständnisse und Ängste. Der Umgang der beiden ist sehr zart und vorsichtig. Ich war gespannt, was für ein Ende der Roman wohl haben mag und glaubte schon gar nicht mehr an ein gutes Ende. Aber …. Ein tolles Buch!

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