Montag

Gestern hatten
Alfred Döblin *1878
Milena Jesenská * 1896
Jorge Amado * 1912
Emine Evgi Özdamar * 1946
Geburtstag
und heute sind es
Enid Blyton * 1897
Wolfgang Hohlbein * 1953
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Gestern habe ich das kleine Bändchen von und über den brasilianischen Architekter Oscar Niemeyer gelesen, der immer wieder seinen Freund Jorge Amado erwähnt und jetzt lese ich, dass dieser Jorge Amado gestern Geburtstag hatte.
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UNGEREIMTHEIT DER WOCHE (… aus der Tierwelt):

DAS MASTSCHWEIN

Bis in die oberste Etage
der sturmgepeitschten Takelage
klettert es ganz ohne Bange,
um dort zu harren dann recht lange.

Vom Mastkorb aus warnt es vor Riffen
oder vor Piratenschiffen.

Erst wenn die lange Schicht zu Ende,
verlässt es seinen Korb behände,
um zu klettern flink und munter
wieder auf das Schiffsdeck runter.

UNGEREIMTHEIT DER WOCHE: (aus der Reihe … von fies bis böse)

VERKEHRSINSEL MIT EICHE

Ein Gutachter hat festgestellt,
obschon bisher nie was passierte,
dass dieser Baum Gefahr darstellt,
falls jemand mäßig manövrierte.

Mit einem Male stört er sehr,
der gute, alte Eichenbaum
auf seiner Insel im Verkehr.
Nun soll er weg, man glaubt es kaum.

Denn führe wer mit Tempo gegen
jene höchst standhafte Eiche,
würd‘ sich diese nicht bewegen,
auf dass sie zur Seite weiche.

Der Eiche Dasein zu beenden,
liegen die Sägen schon bereit.
Schließlich gilt es abzuwenden
ein Unglück wegen Baumsturheit.

Kaum ist der Eiche Stamm durchtrennt,
sieht man sehr gezielt sie stürzen
auf den Gutachter, der rennt,
um auch sein Leben zu verkürzen.

© Werner Färber
ungereimtheiten@wernerfaerber.de
www.wernerfaerber.de
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Eigentlich wollte ich oben gennntes Buch von Oscar Niemeyers heute vorstellen. Dann habe ich abends noch die DVD: „Gypsy Spirit“ angeschaut und muss meine Eindrücke einfach gleich loswerden.

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„Gypsy Spirit“
Harri Stoika – Eine Reise
Ein Film von Klaus Hundsbichler
DVD € 14,99

Die DVD wurde mir im Laden empfohlen und diesen Tipp gebe ich hier gerne weiter.
Harri Stoika, der österreichische Stargitarrist, sowohl im Jazz und wie im Gypsy-Swing, nimmt uns hier mit auf eine Reise nach Indien. Besser gesagt nach Rajastan. Mit im Gepäck seine Gitarre und sein Freund und Geiger Mosa Sisic. Sie sind auf der Suche nach den Wurzeln ihrer Gypsy-Roma-Sinti-Musik, sie wollen wissen, wo denn das alles herkommt.
Vorneweg muss ich gleich sagen, dass wir die Inder sehr gut mit ihrem Englisch verstehen und dies dann auch noch mit Untertiteln versehen ist. Was Harry und Mosa allerdings auf wienerisch brabbeln, bleibt mir meist verschlossen. Machen Sie sich auf etwas gefasst.
Diese beiden stolpern praktisch von Stadt zu Stadt, treffen die unterschiedlichsten Menschen und musizieren mit ihnen spontan. Ich denke, dass dies in Wirklichkeit nicht so spielerisch einfach war, sondern längere Recherchen vorneweggegangen sind. Sie haben einen Führer an der Hand, der ihnen die Häuser zu diesen Musikern öffnen. Dort wird geprobt, gespielt und sich ausgetauscht. Dies allerdings mit so großem Witz und einer noch größeren Spielfreude. Sie merken beim Zuschauen und Zuhören, dass Musik wirklich international ist, dass Musiker nicht die gleiche Sprache reden müssen und sich dennoch verstehen. Schön auch, dass sowohl unsere beiden Wiener Musikanten, als auch die indischen Musiker von einander gelernt haben.
Der Film zeigt uns diese vielen Sessions, die mal gelingen, mal nur ein Nebeneinander sind, wie Harri Stoika erzählt. Auch das Zusammenspiel auf einem Markt mit einem Schmied, der sich als sehr spezieller Musiker herausstelt, war zu fremd für Harri und Mosha. Harri meint, dass er so eine Art von Musik noch nie gehört hat. Aber ein Versuch sei es wert gewesen.
Dieser Film lebt von der Spielfreude aller auftretenden Musikern und den sehr witzigen Kommentaren.
Immer wieder wird die Reise in Indien mit einem gemeinsamen Konzert in Wien unterbrochen, in dem die indischen Musiker zu Besuch in Wien sind und ein gemeinsames Konzert geben. Aber auch spontane Musikeaktionen auf dem Prater und irgendwo bei einem Heurigen können sie miterleben.
Ein Film voller Musik, praller Farben und schönen Bilder.
Wenn Sie dann noch die Stunde Bonusmaterial dazu anschauen, haben Sie einen langen Kinoabend hinter sich.

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