Montag

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Heute haben
Johann Friedrich Cotta * 1764
Zhang Jie * 1937
August Wilson * 1945
Geburtstag
Am Sonntag hatte Ludwig Uhland Geburtstag * 1787

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Ludwig Uhland
Lob des Frühlings

Saatengrün, Veilchenduft,
Lerchenwirbel, Amselschlag,
Sonnenregen, linde Luft!

Wenn ich solche Worte singe,
braucht es dann noch große Dinge,
Dich zu preisen, Frühlingstag!

Frühlingsglaube

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muß sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste, Tal:
Nun, armes Herz, vergiß der Qual!
Nun muß sich alles, alles wenden.
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Joseph Mitchell: „Old Mr. Flood“
Geschichten von Fischessen, Whiskey, Tod und Wiedergeburt
Aus dem amerikanischen Englisch von Andrea Stumpf und Sven Koch
Diaphanes Verlag € 14,95

„Er hat viel gelacht und viel gegessen und seinen Whiskey unverdünnt getrunken. Er pflegte Barmännern gegenüber zu bemerken, dass er keinen Sinn darin sehe, ­Wasser in Whiskey zu schütten, da ­Whiskey doch sowieso nass sei.“

Joseph Mitchell wurde in Iona (North Carolina) geboren. Im Alter von 21 Jahren kam er einen Tag nach dem Börsenkrach 1929 nach New York und begann seine journalistische Laufbahn als Kriminalreporter bei verschiedenen Tageszeitungen. Er gilt als Mitbegründer des New Journalism. Als Chefreporter des New Yorker wurde er zur lebenden Legende.

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„›Ich vertrag Muscheln nicht besonders‹, sagte er, ›aber sechs oder sieben Dutzend werd ich schon essen, um Ihnen Gesellschaft zu leisten.‹“

Der Diaphanes Verlag hat bisher drei dicke Bücher mit Joseph Mitchells gesammelten Reportagen veröffentlicht. Jetzt gibt es einen Nachschlag im kleiner Format für die Jackentasche. Die drei Geschichten um und über Mr.Flood sind fiktiv, setzen sich jedoch aus verschiedenen Typen zusammen, denen Mitchell auf seinen Reportagearbeiten um den Fulton Fish Market begegnet ist.
Mr Hugh G. Flood ist 93 Jahre alt, pensionierter Abbruchunternehmer und möchte gerne 115 Jahre alt werden. Sein Motto: Fisch. Nichts ist gesünder als Fisch und Meerestiere aller Arten. Austern helfen gegen jede Krankheit. Gut, es müssen dann schon drei bis vier Dutzend sein. Dazu noch Whiskey und die frische Luft vom New Yorker Hafen. Er verbringt seine alten Tage in einem einfachen Hotel, bewohnt dort ein kleines Zimmerchen, obwohl er sich doch mit seinem Geld ein sonniges Leben in Florida leisten könnte. Aber was will er im Süden, wenn seine Welt der Fischmarkt und die Kneipen drumherum sind. So begleiten wir Mr Flood auf seinen Gängen durch das Viertel, dürfen dabei sein, wenn er sich mit den Fischern, Händlern und Barkeepern unterhält und seine Weisheiten von sich gibt, die mitunter sehr an den Haaren herbeigezogen sind. Was jedoch seine Meinung zu Lebensmitteln anbelangt, so war er Ende der 40er Jahre, als die Geschichte entstanden, sehr aktuell. Fisch und Meerestiere seine die einzige Lebensmittel, die noch nicht verändert worden worden sind. Brot, Fleisch, Gemüse, alles nicht mehr das, es schmeckt nach nichts und Brot ist nur frisch getoastet genießbar.
Wir treffen mit ihm auf seine schrägen Kumpels, auf die anderen alten Männer, die im selben Hotel wohnen. Wir erfahren, was wir machen müssen, damit wir nicht krank werden und auch, dass die Schnecken, die die Austern zerstören, fast noch besser schmecken, als die Austern selber. Das merkte Mr Flood, als er kurzerhand einige dieser Schädlinge roh gegessen hat. Aber ein Verkaufsschlager würde das nie werden und im nächsten Jahr sind die Schnecken auch wieder verschwunden.

„Nimm dir Zeit und iss ein Dutzend Austern, iss zwei Dutzend, iss drei Dutzend, iss vier Dutzend. Dann lässt du dem Mann ein schönes Trinkgeld da, kaufst dir eine gute Zigarre, setzt dir den Hut schief auf und spazierst zum Bowling Green. Schau zum Himmel rauf! Ist er nicht blau? Und schau den Mädchen nach, die klapperdiklapp auf ihren niedlichen kleinen Füßen an dir vorbeilaufen!“

Verschwunden ist diese Gegend um den Fischmarkt. Es gibt sie nicht mehr, die knarzigen Typen und die alten Kneipen. Joseph Mitchell ist ein Chronist dieser Zeit, dieser Stadt, dieses Viertels und seiner Bewohner. Das hat er in seinen Reportagen jahrelang gezeigt. Wir sind hier mittendrin im Gewusel, riechen fast die vielen Fische, das Hafenwasser. Dass Mitchell irgendwann aufgehört hat zu schreiben und jahrelang zwar täglich in die Redaktion des „New Yorkers“ kam, ohne etwas abzuliefern, ist verwunderlich, aber auch verständlich, wenn wir merken, wie stark diese Geschichten, Reportagen und Erzählungen sind. Vielleicht ging es einfach nicht besser.

„Schließlich sind wir nicht an der New Yorker Aktienbörse, wo ja jeder anständig und ehrlich und redlich ist, wie’s heißt – wir sind hier am Fischmarkt.“

Eine Leseprobe aus dem Buch als pdf: Mr Flood
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Werner Färbers Ungereimtheiten:

Agenturmeldungen von enormer Wichtigkeit:

NACKT IN DER WASCHMASCHINE

Welcher Menge maskuliner
Hormone bedarf es genau,
dass in eine Waschmaschin‘ er
kroch, zu beeindrucken die Frau?

Oder schlüpfte er nur zum Zweck
der Reinigung ins enge Loch,
weil er vor lauter Schmutz und Dreck
bereits höchst unangenehm roch?

Zum Glück kam ja die Feuerwehr,
um mit Öl ihn einzufetten,
denn ohne deren Einsatz wär
so ’ne Type kaum zu retten.

(Spiegel-online 06.01.2014, 11:58:
Olivenöl als Schmiermittel: Feuerwehr befreit nackten Mann aus Waschmaschine.)


LIB- UND BACHFORELLE

Dicht über eines Baches Welle
sieht man schweben die Libelle.
Nicht weit weg von jener Stelle
lauert eine Bachforelle.

Flink, behänd und blitzeschnelle
schießt die hungrige Forelle
zwecks Verspeisung der Libelle
mit offnem Maul aus der Welle.

Über eines Baches Welle
schwebte einst eine Libelle

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Ein Gedanke zu „Montag

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