Dienstag

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Heute haben
Dante Gabriel Rossetti * 1828
Eva Demski * 1944
Geburtstag

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Dan Kieran & Tom Hodgkinson: „Das Buch der hundert Vergnügungen“
Illustriert von Stephanie F. Scholz
Aus dem Englischen von Michael Hein
Insel Verlag € 8,99

„Die besten Dinge im Leben sind kostenlos zu haben.“

Tom Hodgkinson hat uns einen heimlichen Best- und Longseller beschert. Sein Buch „Anleitung zum Müßiggang“ ist gleich verkauft, wenn wir einen kleinen Stapel auf den Tisch legen. Irgendwie scheinen wir zuviel zu arbeiten und uns immer mehr Arbeit aufzubürden, damit wir uns den gewünschten Luxus leisten können. Wobei doch die besten Sachen umsonst sind. Das sagt man so leicht, wenn wir von der Werbung zugeballert werden, bis wir nicht mehr wissen, ob es unsere eigene Entscheidung war, das neue Handy unbedingt haben zu müssen. Umso teurer, umso besser. So wird es uns vorgesagt. Wenn wir in das Müßiggang-Buch geschaut und uns den Tagesablauf genauer betrachtet haben, dann merken wir schon, wo der Hund begraben liegt. Und jetzt legen die beiden britischen Müßiggänger nach. Einhundert kostenlose Vergnügungen schlagen sie uns vor. Das wollen wir gleich mal testen.
„Ein Bad nehmen“ heisst der erste Tipp. Gute Idee. Aber das kostet doch heisses Wasser und Badezusatz.
„Das Feuer schüren“. Schon viel besser. Aber sie schlagen dann einen guten Wiskey dazu vor. Also auch nicht ganz umsonst.
„Herumlümmeln“. Ja, das kostet nun wirklich gar nichts. Ausser die Nerven der Zuschauenden. „Lümmel nicht so rum!“. Den Spruch kennen wir sehr gut.
„Blätter fangen“. Das ist gut. Merk ich mir für den Herbst.
„Warten, dass der Tee zieht“. Genauso so soll es sein. Und wenn ich meinen Kaffee aufbrühe und zuerst heisses Wasser durch den Filter lasse, damit der Papiergeschmack weggeht und die Kanne heiss wird. Und wenn ich die frisch gemahlenen Kaffeebohnen kurz mit Wasser aufquellen lasse, bevor ich den Rest nachgieße, dann versteh ich die beiden Briten.
Sie merken schon, wir können die Tipps für uns umdrehen und müssen sie nicht 1:1 umsetzen. Sterngucken, radfahren, Papier falten, sich nass regnen lassen und Luftpolsterfolie platt drücken, lächeln, mit dem Postboten plaudern, sind doch gute Tipps, die wir leicht nachmachen können. „Gedichte lesen“ finde ich hervorragend und einen Brief, statt einer Email schreiben, könnten wir uns wieder angewöhnen. Philosophieren gehört zu unserem Buchhandelsalltag, genauso wie lästern und in guter Gesellschaft sein. Und damit haben wir noch lange nicht die hundert Tipps und Vergnügungen aufgezählt, die uns dieses Taschenbuch anbietet.
Was die beiden Jungs allerdings vergessen haben, ist abspülen. Kostet auch nichts und beruhigt ungemein, wenn die letzten Gäste aus dem Haus sind. Und auch sonst.
Es war mir ein Vergnügen, Ihnen das Buch vorzustellen. Kostet auch nichts. Wenn Sie es allerdings kaufen wollen, dann müssen Sie € 8,99 bezahlen.

Leseprobe

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Morgen abend (Mittwoch, 13.Mai) um 19 Uhr.
Barbara Treu stellt ihr Buch über den Alten Friedhof in Ulm vor.

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Eintritt frei

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2 Gedanken zu „Dienstag

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