Mittwoch

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Heute haben
Alexander Pope * 1688
Honoré de Balzac * 1799
Gabriele Wohmann * 1932
Peter von Matt * 1937
Urs Widmer * 1938
Geburtstag
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Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.
Gestern hatten wir ein volles Haus mit Stefana Sabins Vortrag über Dante Alighieri.
„Dante auf 100 Seiten“ in 60 Minuten hat funktioniert und Laune auf mehr gemacht. Bilder und Besprechung folgen.
Nächstes Jahr im Frühjahr kommt sie wieder. Dann begehen wir Ende April Shakespeares 400.Todestag, den damit verbundenen Welttag des Buches (Geburtstag Shakespeares) und hören zu, was Stefana Sabin uns aus ihrem Buch „Shakespeare auf 100 Seiten“ zu erzählen hat.
Vormerken!
Vor dem Spiel heisst: Am Donnerstag hält Niklas Maak seinen Vortrag über den Unfug der deutschen Häuslebauer und ihre langweiligen Eigenheime.
19 Uhr im Ulmer Kino Lichtburg. Anschließend wird ein Film über Rem Koolhaas gezeigt.

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Niklas Maak: “Wohnkomplex”
Warum wir ander Häuser brauchen
Hanser Verlag € 21,90

Wohnen wir nur oder leben wir auch?

Niklas Maak, Jahrgang 1972, bei der FAZ zuständig für die Rubriken Kunst und Architektur, hat ein weiteres Buch bei Hanser Veröffentlicht. Nach seinem Buch über einen Mercedes und über Le Corbusier,  nun über unsere Art zu wohnen. Leben kann man es nicht immer nennen, so meint übertrieben Niklas Maak.
Das Buch beginnt mit einem Foto von Christian Wulf, wie er vor seinem Haus steht und den Rasen bewässert. Maak meint nun, wenn der sich nicht so ein super biederes Haus hingestellt hätte, wäre er womöglich immer noch Bundespräsident. Hätte er nur mal etwas nachgedacht und sich Pfiffigeres hinstellen lassen. Nachlesen können sie diesen frechen Einstieg in der langen Leseprobe, die ich unten verlinke.
Was bedeutet eigenlich wohnen? Wie spiegeln die Architekturzeitungen unser heutiges Wohnen, unsere Wohnungen? Und wie war das in den 50er, 60er Jahren? Warum hat IKEA das meistverkaufte Sofa? Und warum sieht das so schrecklich aus? Warum meinen wir, dass wir in einer Neubausiedlung mit all den gleichen Einfamilienhäsuern unsere Ruhe hätten? Dauernder Rasenmäherlärm, Bratwurstgrillnebelschwaden und Fussballgedudel aus dem Autoradio bei Samstagswaschen überschatten die vermeindliche Idylle? Warum gibt es nicht in der Stadt mehr erschwingliche Wohnungen für junge Familien? Bereiche, in die sich auch wieder Handwerker, wie z.B. Schreiner, ansiedeln können.
Niklas Maak schreibt anschaulich und sehr verständlich, worauf es ihm ankommt. Warum sehen viele unserer Einfamilienhäuser wie von der Stange aus? Und wer verdient daran? Er schreibt auch über das Innere und Äußere, das Private und das Öffentliche. Auch hierfür hat er Beispiele aus der westlichen Welt und aus Japan, die verständlich machen, dass es immer verschiedene Möglichkeiten des Lebens und des Arbeitens gibt. Dass aber oft die Architektur uns einen Riegel vorschiebt. Wenn eine Person auf dem Bett lümmelnd Homeoffice betreibt und in dieser Form arbeitet und dann zum entspannen auf die Straße geht, steht dies im Gegensatz zum Arbeiten im Büro, in das ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinfahre und zur Entspannung daheim in den eigenen vier Wänden bin.
Niklas Maak spannt einen Bogen von der Höhle zum Eigenheim und streut immer wieder Gegenbeispiele zu den uns bekannten Wohnmodellen ein. So auch das schmale Haus auf dem Umschlag des Buches, das in Tokyo steht. Hier gibt es keine drei Stockwerke und ein schräges rotes Ziegeldach. Alles ist offen (innen und aussen) und es sind ca. 20 Ebenen in diesem Haus zu finden. Wir lesen über Wohnmodelle, in denen es keine Möbel gibt und dies alles durch schräge Ebenen und Podeste und Treppen ausgeglichen wird.
Dieses Buch, witzig, streitbar und bestens recherchiert, zeigt, dass das Bauen in Deutschland neu gedacht werden muss. Und wie man andernorts in Europa, Japan und Amerika bereits wohnt – jenseits von Vorstadteinöde und Apartmentriegel.

Leseprobe
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Die ersten Bilder zu unserem Sommerwettbewerb trudeln ein.
Mein Lieblingsleseort egal wo auch immer und wie und warum.
Schicken Sie uns Fotos ihrer bevorzugten Plätze und wir veröffentlichen sie auf dem oben genannten Blog.

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Auf dem Jastram-Sofa

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Auf dem Campingplatz

 

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