Dienstag

Rasmus Schöll empfiehlt:

So jetzt kommt der Sommerpolit-Mafia-Drogen-Finanzthriller mit 832 Seiten!

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Don Winslow: „Das Kartell“
Droemer Verlag € 16,99
als E-Book als 14,99

Das Buch bgeinnt weniger enspannt und zwar mit einer ziemlich langen Liste von Journalisten, die im mexikanischen Drogenkrieg geötet wurden. Das Buch ist dementsprechend auch den Journalisten gewidmet. Die Protagonisten, dieses opulenten, mitreissenden Thrillers, sind zwar alle fiktiv, dennoch beruht jeder auf einer realen Persönlichkeit.
Don Winslow hat für dieses Buch jahrelang recherchiert. „Das Kartell“ ist die Fortsetzung von Winslows erstem Mexiko-Roman „Tage der Toten“, mit dem er 2005 seinen großen internationalen Durchbruch schaffte. Wobei das eine, nicht das andere vorrausetzt. Winslow selbst war lange Zeit Privatdetektiv. Was jetzt aus dieser Recherche  entstand, ist ein brutaler Thriller über die mexikanische Gesellschaft und die Welt der Drogen, der auch noch dem letzten die Illusionen rauben dürfte. Hart, sehr hart ist das zu lesen. Wie in den vorangegangen Büchern baut sich die Handlung zwischen dem US-Agenten Art Keller und dem mexikanischen Kartell-Boss Adán Barrera (Joaquin „El Chapo“ Guzman, der im echten Leben gerade spektaktulär aus dem Gefägnis entflohen ist) zu einem wahnsinnigen Showdown aus. Man könnte meinen „Guzman“ hätte Winslow hinter den schwedischen Gardinen gelesen und sich gesagt:“Genauso machen wir’s“. Die Sätze Winslows hämmern wie Maschinengewehre im Stakkato-Stil den Leser weg. Ein irres, waghalsiges Tempo, indem Winslow erzählt, wie das Drogengeld 2008, während der Finanzkrise, die weltweite Liquidität abgesichert hat. Als Leser bleibt einem nur noch das Staunen und Schaudern, indem Fiktion und Realität in einander verschwimmen. Die schier endlose Macht der Drogenkartelle, die Leichenberge und der Drogenkrieg der USA, der seit dem 11.September, mehr und mehr dem Krieg gegen den Terror gleicht, treten in das Bewusstsein des Lesers. Don Winslow verwebt all das in zahlreiche Geschichten und Charaktere und nimmt uns mit an all die Orte, an die der „Normalsterbliche“ sich nie wagen würde.
Spannend, packend und schockierend.

Im Buch blättern

Lesen auf Usedom:

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