Freitag

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Heute haben
Léopold Sédar Senghor * 1906
Gert Loschütz * 1946
Durs Grünbein * 1962
Yael Hedaya * 1964
Geburtstag
und John Lennon, der heute 75 Jahre alt geworden wäre.

Herzlichen Glückwunsch


Wir hatten eine volle Woche und sie ist noch nicht zu Ende.
Am Dienstag stellten wir drei Romane vor und Tini Prüfert vom Theater Ulm las einen Nachruf auf Hildegard Knef von Christoph Schlingensief, Ausschnitte aus deren Buch „Der geschenkter Gaul“ und sang ein Knef-Lied a capella, da das Playback versagte.
Am Abend darauf kam ein sehr kränkelnder Helge Timmerberg ins Ulmer ROXY und las aus Agatha Christies „Tod am Nil“ und aus eigenen Sachen. Mit dabei hatte er kleine Fläschchen mit einem Flaschengeist darin und einem kleinen Text auf dem Beipackzettel. Zu erwerben über seine Homepage.

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Und wer den gestrigen Abend bei uns in der Buchhandlung versäumt hat, der/die haben wirklich etwas verpasst.
Kai Weyand las aus seinem Buch „Applaus für Bronikowski“ und es war ein Abend, den wir alle wohl nicht mehr so schnell vergessen werden. Sein Buch ist ja schon gut, aber seine Art, wie er Passagen vorgelesen hat, war so erhellend, dass ich merke, wie schnell ich seinen Roman gelesen und Details überlesen hatte.
Die anschließende Diskussion ging von: Sollte es Teig- oder Backwaren heissen, bis hin zum Eigenleben seiner Romanfiguren.Alles sehr klug, sehr fein und immer ein wenig verschmitzt witzig.
Vielen Dank für diesen Abend, Kai Weyand.

Weyand

Nächste Woche geht es gleich mit Montag und Dienstag in der vh Ulm weiter.
Zwei hochkarätige Autoren, die sehr kritisch unseren heutigen Lebenswandel unter die Lupe nehmen.

Buen Vivir – oder: Gut leben statt viel haben

Gedanken, Ideen und Perspektiven zu einem anderen Leben
Impulsvorträge, Gespräche und eine erste Welt-Werkstatt

Gemeinschaftsveranstaltung von Ulmer Volkshochschule, der Kulturbuchhandlung Jastram, Ulmer Netz für eine andere Welt, lokale agenda ulm 21, Attac Ulm, Verein Ulmer Weltladen, Lateinamerika-Komitee Ulm, BUND-Kreisverband Ulm, Ulmer Initiativkreis nachhaltige Wirtschafts-entwicklung – unw, Bündnis für eine gentechnikfreie Region (um) Ulm, Eine-Welt-Regionalpromotorin und vielen anderen Gruppen, Organisationen und Initiativen in der Region Ulm/Neu-Ulm.

Höher, schneller, weiter – und von allem mehr! Das Wachstumskonzept scheint ungebrochen, ja alternativlos zu sein. Und doch diskutieren immer mehr Menschen auch über Auswege aus dem Wachstumszwang. Der Klimawandel, die Finanz- und Armutskrisen, der Raubbau an der Natur und viele andere Folgen der herrschenden Weltordnung verstärken den Druck auf die Suche nach Alternativen zum gegebenen Produktions- und Konsummodell. In all den Debatten um zukunftsfähige Entwicklun-gen blitzen die Ideale einer solidarischeren Welt auf und der Wunsch nach Glück, Harmonie und einem »anderen« guten Leben. Es scheint uns höchste Zeit, die Debatte über »Buen Vivir« und die Rechte der Natur auch in unserer Region systematisch zu eröffnen. Beginnen wollen wir in diesem Herbst mit einer kleinen (aber feinen) Vortragsreihe und einer ersten Ideen- und Impulswerkstatt.

Wohlstand ohne Wachstum
Zum Ende eines falschen Konzepts
Prof. Dr. Harald Welzer, Stiftung Futurzwei
Montag, 12. Oktober, 20 Uhr

Eintritt EUR 5,00
EinsteinHaus am Kornhausplatz

Was ist bloß aus unserer Zukunft geworden? Es ist höchste Zeit, dass sich jede(r) überlegt, wie wir eigentlich leben wollen — damit die Zukunft wieder ein Versprechen und keine Bedrohung ist. Kurzum: Eine Zukunft jenseits der Abgründe der vom Konsumvirus und von politischer Lähmung befallenen Gesellschaft. Aber geht das überhaupt? Ist die Welt denn nicht »alternativlos«? »Ich wehre mich gegen die Entpolitisierung und Schau-Naivität, mit der man heute sagt: Man kann ja nichts machen! Natürlich kann man was machen.« (Harald Welzer)

Aus kontrolliertem Raubbau
Wie Politik und Wirtschaft das Klima anheizen, Natur vernichten und Armut produzieren
Kathrin Hartmann
In Zusammenarbeit mit der Kulturbuchhandlung Jastram
Dienstag, 13. Oktober, 20 Uhr
Eintritt EUR 5,00
EinsteinHaus am Kornhausplatz

Angesichts der Klimakatastrophe ruhen alle Hoffnungen auf der Green Economy, die das Wirtschaften nachhaltig und sozial machen soll. Elektro-Autos statt CO2-Schleudern, Biosprit statt Benzin, Aquakultur statt Überfischung. Subventioniert von der Politik, unterstützt von Umweltorganisationen, ausgezeichnet mit Nachhaltigkeitspreisen. Wirtschaftswachstum und über-bordender Konsum, so die frohe Botschaft der sogenannten dritten industriellen Revolution, sind gut für die Welt, solange sie innovativ und intelligent gemacht sind. Die technik-begeisterte Mittelschicht hört das gern. Doch auch der Roh-stoffhunger des grünen Kapitalismus ist riesig, wie Kathrin Hartmann in aufrüttelnden Reportagen zeigt.

Das Alternative Handelsmandat
Herbert Löhr
Donnerstag, 12. November, 20 Uhr
Eintritt EUR 5,00
EinsteinHaus am Kornhausplatz

Ein Bündnis aus 50 Organisationen innerhalb und außerhalb Europas hat in einem vierjährigen offenen Prozess Grundlagen und Handlungsvorschläge für eine alternative Handelspolitik entwickelt, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Menschenrechte, menschenwürdige Arbeit, soziale und ökologische Ziele sind nicht verhandelbar; Demokratie, Selbstbestimmungsrecht von Gemeinschaften und flache Hierarchien werden als Grundlage einer selbstbestimmten Gesellschaft festgeschrie-ben. Wir wollen uns einige Elemente dieser neuen Vision einer demokratisch kon-trollierten Handels- und Investitionspolitik etwas näher ansehen.

Der plurinationale Staat in Bolivien
Dr. Isabella Radhuber
Freitag, 20. November, 20 Uhr
Eintritt EUR 5,00
EinsteinHaus am Kornhausplatz

Seit Jahren zieht Lateinamerika internationale Aufmerksamkeit auf sich, und zwar nicht zuletzt als »Zukunftswerkstatt« bei der Suche nach alternativen Lebens- und Organi-sationsformen. Wenn Lateinamerika also ein anti‑neoliberales Laboratorium unserer Zeit ist, dann wird am bolivianischen Arbeitsplatz besonders intensiv experimentiert, hat doch Evo Morales seine Präsidentschaft der Schaffung eines »plurinationalen« Staates verschrieben.

Das Projekt wird von der Idee getragen, den indigenen Teil der Bevölkerung, der mehr als die Hälfte der Bewohner ausmacht, an Staat, Wirtschaft und Gesellschaft gleichberechtigt zu beteiligen. Welche (Zwischen-)Ergebnisse hat das Projekt vorzuweisen? Gelingt tatsächlich ein erster Sprung aus traditionellen kolonialistischen Strukturen? Wo liegen die aktuellen Spannungsfelder? Und wo die Perspektiven?

»… es kommt drauf an, sie zu verändern.«
Zukunftswerkstatt für eine andere Welt
Samstag, 21. November, 10 bis 16 Uhr
Eintritt frei
Anmeldung bei der vh erbeten
EinsteinHaus am Kornhausplatz

Mit Impulsbeiträgen und in verschiedenen Arbeitsgruppen wollen wir Ideen und Impulse sammeln und in ersten Schritten an die Umsetzung gehen. Dabei geht es sowohl um das persönliche Konsumieren als auch um die (Wieder-)Belebung von politischem Handeln. Im Sinne von Harald Welzers Motto: »Es ist höchste Zeit, dass sich jeder überlegt, wie wir eigentlich leben wollen — damit die Zukunft wieder ein Versprechen und keine Bedrohung ist.«

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