Montag

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Heute haben
Jonathan Swift * 1667
Theodor Mommsen * 1817
Ippolito Nievo * 1831
Mark Twain * 1835
Winston Churchill * 1874
Thomas Hettche * 1964
Geburtstag.
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Heute, am letzten Tag im November, stellen wir Ihnen den Dezember-Gedichtband aus dem Reclam Verlag vor, so dass Sie gut gerüstet in den neuen Monat starten können.

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“Dezember”

Gedichte ausgewählt von Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell
Reclam Verlag € 5,00

Jetzt haben wir das Jahr voll. Voll mit Gedichten für jeden Monat.
Wenn Sie alle Monate in einem Band wollen, wird es schwierig.
Aber Sie bekommen alle zwölf Heftchen im Schuber für € 48,00 und
sparen somit fast 45 Tage.

Erwartungsvoller Auftakt samt Nikolaus
Schneefall im Advent
Traurig-schöne Dezembertage
Christnacht – damals und heute
Weihnachtsfeiern vielerorts
Das Jahr klingt aus
heissen die Kapitelüberschriften und die Herausgeberinnen kommen mal
wieder ohne Goethe aus.
Es geht! Und wie!!

Christian Morgenstern
Winternacht

Es war einmal eine Glocke,
die machte baum, baum.
Und es war einmal eine Flocke,
die fiel dazu wie im Traum.

Die fiel dazu wie im Traum …
Die sank so leis hernieder
wie ein Stück Engleingefieder
Aus dem silbernen Sternenraum.

Es war einmal eine Glocke,
die machte baum, baum.
und dazu fiel eine Flocke,
so leise wie im Traum.

So leis als wie ein Traum.
Und als viertausend gefallen leis,
da war die ganze Erde weiß,
als wie von Engleinflaum.

Da war die ganze Erde weiß,
als wie von Engleinflaum.

Matthias Claudius
Ein Lied vom Reifen

Seht meine lieben Bäume an,
Wie sie so herrlich stehn,
Auf allen Zweigen angetan
Mit Reifen wunderschön!

Von unten an bis oben ‘naus
Auf allen Zweigelein
Hängt’s weiß und zierlich, zart und kraus,
Und kann nicht schöner sein;

Und alle Bäume rundumher
All alle weit und breit
Stehn da, geschmückt mit gleicher Ehr,
In gleicher Herrlichkeit.

Rainer Maria Rilke

Die hohen Tannen atmen heiser
im Winterschnee, und bauschiger
schmiegt sich sein Glanz um alle Reiser.
Die weißen Wege werden leiser,
die trauten Stuben lauschiger.

Da singt die Uhr, die Kinder zittern:
im grünen Ofen kracht ein Scheit
und stürzt in lichten Lohgewittern, –
und draußen wächst im Flockenflittern
der weiße Tag zu Ewigkeit.
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Ungereimtheit der Woche von Werner Färber
(oder: Anreger der Woche*)

Ein Einhorn

Ein Gnu verliert im Lauf des Streites
sein eines Horn – doch nicht sein zweites.
Somit bleibt am Kopf zurück
das andre Horn als Einzelstück
Weil’s ab sofort ein Einhorn ist,
das Gnu sein Horn nicht sehr vermisst.
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Nicht vergessen:
Morgen ist nicht nur der 1.Dezember und wir dürfen ein Türle aufmachen, sondern gleichzeitig auch der erste Dienstag im Monat und somit Zeit für die „Erste Seite„.
Diesmal geben wir Last Minute Buchtipps, Clemens Grote liest aus zwei Buchhandelsgeschichte und Peter Kurzeck erzählt über das kleine Wunder eines Bücherbusses.
Wir beginnen pünktlich um 19 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Sonntagsskizzen (12)

Sonntagsskizzen von Detlef Surrey
Von Detlef Surrey

Skizzen vom Aktsalon am Montagabend

Zwischen fünf und fünfzehn Zeichnerinnen und Zeichnern treffen sich des Montagabends in einer Atelieretage im Berliner Wedding. Für Modell, Kekse und Getränke ist gesorgt, Zeichenmaterial bringt jeder selbst…

Skizzen aus meinem Block von verschiedenen Sessions.

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Aktsalon Wedding, Montagabend 21:00 – 23:00 Uhr. 10 €/Teilnehmer. Gerichtstrasse 23, Hof 3, Aufgang 2, Etage 3, 13347 Berlin, S+U Wedding, S Humboldthain, ℅ Malte Hassenstein, Kontakt 030-95997814, malte.hassenstein@sehrnetz.de

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Detlef Surrey ist Illustrator und Comiczeichner in Berlin.

Skizzen: skizzenblog.surrey.de 
Blog:  detlefsurrey.de
Web:  www.surrey.de

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Sonntagsskizzen Rückblick:

-> Sonntagsskizzen 11 – Rom Pitigliano Skizzen II
-> Sonntagsskizzen 10 – Paris „Nous sommes tous unies!“
-> Sonntagsskizzen  9 – Rom Skizzen
-> Sonntagsskizzen  8 – Dr. Sketchy´s Berlin
-> Sonntagsskizzen  7 – Skizzenfestival Stralsund
-> Sonntagsskizzen  6 – Lesung OL im Literaturhaus
-> Sonntagsskizzen  5 – Konzert Hunting Islands
-> Sonntagsskizzen  4 – Das Reichstagsgebäude und „Karlchen Adler“
-> Sonntagsskizzen  3 – Holzmühle in Vogt
-> Sonntagsskizzen  2 – Literaturfestival Berlin
-> Sonntagsskizzen  1 – Skizzen vom Urban Sketchers Treffen in Darmstadt

Samstag

Heute haben
William Blake * 1757
Alexander Blok * 1880
Stefan Zweig * 1881
Alberto Moravia * 1907
Geburtstag

William Blake

Never seek to tell thy love,
Love that never told can be;
For the gentle wind does move
Silently, invisibly.

I told my love, I told my love,
I told her all my heart;
Trembling, cold, in ghastly fears,
Ah! she did depart!

Soon as she was gone from me,
A traveler came by,
Silently, invisibly
He took her with a sigh.
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EinSommer am See“ wurde von einer ausgewählten Fachjury des Tagesspiegels als bester Comic des Jahres gekührt.

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Jillian Tamaki, Mariko Tamaki: „Ein Sommer am See
Aus dem Englischen von Tina Hohl
Handlettering von Michael Hau
Reprodukt Verlag € 29,00

Rose verbringt jeden Sommer mit ihren Eltern die Ferien am See. Dort steht ein kleines Holzhaus, die Zimmer sind hergerichtet vom letzten Jahr und Rose freut sich auf das Treffen mit Windy, ihre eineinhalb Jahre jüngere Freundin. Alles soll wie immer werden. Baden im See, grillen am Strand, faulsein, lesen, rumhängen.
Doch in diesem Sommer wird es anders. Rose ist kein Kind mehr, aber auch noch lange keine Frau. Ihre Mutter hat sich immer mehr in sich zurückgezogen, die Eltern streiten sich. Sie trägt die Trauer um ein weiteres Kind in sich, das sie nie bekommen wird. Dies ist Rose jedoch noch nicht klar und so ist Windy für sie wie ein kleine Schwester. Aber so unbedarft ist die Kleine auch nicht mehr. Als die Beiden am Strand liegen, unterhalten sie sich über ihre Brüste, Titten, Möpse. Wie gross sie wohl werden und ab wann sie einen BH brauchen. Sie sind große Kinder und doch schnuppern sie in die Welt der Erwachsenen, die sie aber noch nicht verstehen. Warum ist Roses Mutter so traurig, warum die Grossmutter von Windy so komisch? Doch dies alles belastet die Beiden nicht. Sie genießen ihre Tage, schwimmen, gehen einkaufen und leihen sich DVDs aus, die eigentlich nichts für sind. In diesem Tante Emma Laden, bekommen sie von einem Jungen, der dort im Sommer arbeitet, Filme ausgeliehen, die erst ab 16 oder 18 sind. Kettensägenmasacker und andere Horrofilme gilt es gemeinsam anzuschauen. Es ist ein Zeichen von Erwachsenensein, dies auszuhalten.
Rose verliebt sich in diesen Jungen, der sie jedoch nicht bemerkt. Die Beiden tauchen immer wieder in diesem Laden auf, registrieren das Gerede dieser älteren Jungs und deren Verhältnis zu Mädchen. Das Worte Schlampe taucht auf, das die beiden Mädchen auch sofort übernehmen. Sie bemerken, dass es um eine ungewollte Schwangerschaft in dieser Clique geht. Um Liebe, Sex, Verzweiflung.
Verzweifelt sind auch die Eltern von Rose, da sie sich nicht mehr nahekommen können. Zu groß ist der Verlust des nicht gekommenen Kindes.
Mariko Tamaki und ihre Cousine Jilian Tamaki haben einen großartigen Coming of Age Roman geschrieben und gezeichnet. Die Bilder ergänzen den Text, erweitern ihn und führen Details aus, die in der knappen Sprache nicht vorkommen. Gedanken, Erinnerungen und Träume tauchen auf, die im Text nicht zu finden sind.
Das dicke Buch ist für alle Leser und Leserinnen, auch wenn sie sich bisher nicht mit Graphic Novels beschäftigt haben. Sie werden das Buch sicherlich immer wieder in die Hand nehmen, darin blättern und Dinge entdecken, die Ihnen beim ersten Durchlesen nicht aufgefallen sind. Zu recht wird er mit Preisen überhäuft.

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Interview mit Mariko Tamaki
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Morgen gibt es den 12.Teil der Sonntagsskizzen von Detlef Surrey.
Skizzen vom Aktsalon am Montagabend

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