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Geburtstag

Unser heutiger Buchtipp:

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Matthew Quick:Goodbye Bellmont
Im OtiginalBoy21€ 10,99
Aus dem Englischen von Knut Krüger
dtv, gebunden, € 16,95
Jugendbuch ab 14 Jahren

Matthew Quick kannte ich bisher nur von seiner Romanvorlage „Silber Linings“ für den gleichnamigen Film, der für sieben Oscars nominiert wurde und einen bekam. Seine Bücher habe ich nicht gelesen. Nun liegt dieses Jugendbuch auf unserem Neuerscheinungstisch und ich habe gar nicht kapiert, dass es er selbe Autor ist. Umso besser.
Wieder befinden wir uns in einer ungenannten, gesichtslosen Stadt in den USA. Wieder spielt es im irischen Mileu, in einer Fmilie, die immer noch von ihren irischen Wurzeln geprägt ist. Sowohl im Film, als auch in diesem Buch sind die beiden Protagonisten traumatisiert. Finley, der Junge aus „Goodbye Bellmont“, das im Original „Boy21“ heißt, lebt mit seinem Vater und Großvater zusammen. Der Vater arbeitet nachts an einer Autobahnmautstelle, Pop, sein Großvater sitzt im Rollstuhl, hat beide Beine verloren und immer eine Flasche Bier in der Hand. Eine Mutter gibt es nicht mehr. Warum? Das erfahren wir später. Finley spricht nicht darüber, fragt nicht und es ist auch kein Thema innerhalb dieser Männergemeinschaft. Finley spielt Basketball und dieser Sport gibt ihm Kraft, Mut und vielleicht auch die Chance ein Stipendium zu bekommen. Raus aus der Stadt, die nicht gerade Fröhlichkeit ausstrahlt. Finley ist der einize Weiße in seiner Mannschaft. Er ist Kapitän, wird trotzdem von seinen Jungs als White Rabbit bezeichnet. An seiner Seite steht Erin, ein Mädchen, das sich vor Jahren einfach in sein Basketball eingemischt hat und mittlerweile Finleys Freundin ist. Sie redet, sie macht, sie organisiert, nimmt das Leben in die Hand. Finley ist der Schweiger. Beide haben den gleichen Basketballtraum, beide stehen in der Starting Five der Schulmannschaft.
Als der Coach Finley zur Seite nimmt und ihm mitteilt, dass er sich um einen Jungen kümmern soll, dessen Eltern ermordet worden sind, ändert sich der gewohnte Tagesablauf für Finley extrem. Russ Allen ist anders. Er ist zwar genauso verschlossen wie Finley, aber er glaubt von einem anderen Stern zu sein. Seine Eltern sind weg und würden ihn demnächst mit einem Raumschiff abholen. Es ist Russ‘ Art, mit seinem Trauma fertig zu werden. Trotz dieses Zustandes, der Finley sehr fremd ist, beginnt eine zarte Freundschaft zwischen den beiden. Eine Freundschaft, die Finley seinen Startplatz in der Basketballmannschaft kosten könnte. Denn der Coach weiss, dass Russ ein begnadeter Spieler ist, nach dem Tod seiner Eltern jedoch keinen Ball mehr angefasst hat. Über Finley möchte der Trainer, dass er wieder spielt und Punkte für die Mannschaft sammelt.
Soweit die erste Hälte des Buches. Mehr mag ich nicht verraten. Vielleicht liest ja gerade jemand darin und befindet sich auf Seite 140.
„Goodbye Bellmont“ ist ein Jugendbuch, das sich sehr zart mit Freundschaft, Liebe, Vertrauen, Gewalt, Anderssein auseinandersetzt. Was machen wir mit unseren großen Träumen? Können wir es mit eigener Kraft schaffen, sie zu erfüllen? Wie wichtig ist uns Freundschaft, Liebe, Zuneigung?
Matthew Quick hat (in der Übersetzung von Knut Krüger) Sätze geschrieben, die ich dauernd hätte unterstreichen können. Für „Goodbye Bellmont“ braucht man kein Basketballfan zu sein. Der Sport dient dem Autor als Transportmittel für seine wirkliche Anliegen und das ist ihm mehr als gelungen.

Interview mit dem Autor über seine Romane

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