28.Dezember

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Heute haben
Morris Rosenfeld *1862
Alfred Wolfenstein * 1888
Manuel Puig * 1932
Burkhard Spinnen * 1956
Geburtstag

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Nach einer gefühlt langen Blogpause, steigen wir heute mit Gedichten ein.
Ich hoffe, Sie/Ihr habt die Arbeitspause genossen, mit der Familie, den Freunden gegessen, getrunken und geredet und die passenden Geschenke ausgepackt.
Der Buchladen hat wieder geöffnet und wir freuen uns über jeden Besuch.

Morris Rosenfeld
I’ve Often Laughed

I’ve often laughed and oftener still have wept,
A sighing always through my laughter crept,
Tears were not far away…
What is there to say?

I’ve spoken much and oftener held by tongue,
For still the most was neither said nor sung.
Could I but tell it so…
What is there to know?

I’ve hated much and loved, oh so much more!
Fierce contrasts at my very heartstrings tore…
I tried to fight them–well…
What is there to tell?

I Know Not Why

I lift mine eyes against the sky,
The clouds are weeping, so am I;
I lift mine eyes again on high,
The sun is smiling, so am I.
Why do I smile? Why do I weep?
I do not know; it lies too deep.

I hear the winds of autumn sigh,
They break my heart, they make me cry;
I hear the birds of lovely spring,
My hopes revive, I help them sing.
Why do I sing? Why do I cry?
It lies so deep, I know not why.

Alfred Wolfenstein
Städter

Dicht wie Löcher eines Siebes stehn
Fenster beieinander, drängend fassen
Häuser sich so dicht an, daß die Straßen
Grau geschwollen wie Gewürgte stehn.

Ineinander dicht hineingehakt
Sitzen in den Trams die zwei Fassaden
Leute, wo die Blicke eng ausladen
Und Begierde ineinander ragt.

Unsre Wände sind so dünn wie Haut,
Daß ein jeder teilnimmt, wenn ich weine.
Flüstern dringt hinüber wie Gegröhle:

Und wie stumm in abgeschlossner Höhle
Unberührt und ungeschaut
Steht doch jeder fern und fühlt: alleine.

Ernst Lissauer
Nach der Wintersonnenwende

Dann kommt ein Tag, du bist wie aufgewacht,
Vorüber ist die längste Nacht,
Du fühlst wie Frühling an die Augen wehen,
Von neuem hebst du an zu sehen,
Es ist noch nichts geschehen,
Und doch ist dir, du habest viel vollbracht.

Werner Färbers Ungereimtheit der Woche
Pferd auf Fahrrad

Wenn das Pferd sein Fahrrad fährt,
hört man’s häufig wiehernd rufen.
Zu klingeln ist ihm ja verwehrt,
mangels Daumen an den Hufen.

Nach Weihnachten

Die Tage werden wieder länger,
die Kleidungsstücke sitzen enger.
Ich fühl‘ mich nach der Weihnachtszeit
einmal mehr recht rund und breit …

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