Dienstag, 10.Mai

IMG_9001Heute haben
Johann Peter Hebel * 1760
Friedrich Gerstäcker * 1816
Fritz von Unruh * 1885
Petra Hammesfahr * 19561
Ralf Rothmann * 1953
Geburtstag
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Johann Peter Hebel
Abendlied wenn man aus dem Wirtshaus geht

Jetzt schwingen wir den Hut.
Der Wein, der war so gut.
Der Kaiser trinkt Burgunder Wein,
Sein schönster Junker schenkt ihm ein,
Und schmeckt ihm doch nicht besser,
Nicht besser.
Der Wirt, der ist bezahlt,
Und keine Kreide malt
Den Namen an die Kammertür
Und hintendran die Schuldgebühr.
Der Gast darf wiederkommen,
Ja kommen.
Und wer sein Gläslein trinkt,
Ein lustig Liedlein singt
Im Frieden und mit Sittsamkeit
Und geht nach Haus zu rechter Zeit,
Der Gast darf wiederkehren,
Mit Ehren.
Des Wirts sein Töchterlein
Ist züchtig, schlank und fein,
Die Mutter hält’s in treuer Hut,
Und hat sie keins, das ist nicht gut,
Musst’ eins in Strassburg kaufen,
Ja kaufen.
Jetzt, Brüder, gute Nacht!
Der Mond am Himmel wacht;
Und wacht er nicht, so schläft er noch.
Wir finden Weg und Haustür doch
Und schlafen aus im Frieden,
Ja Frieden.
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Unser Filmtipp:

Regie: Benedikt Erlingsson, Schauspieler: Ingvar E Sigurdsson/Charlotte Bøving u a,
Iland 2013, FSK ab 12, DVD-Video, Dt/isländ, UT: Dt
€ 14,99
1939

Ein Pferdefilm, wie Sie ihn noch nicht gesehen haben.
Ein Film über Pferde?
Ein Film über Menschen?
Irgendwie beides, wobei sich die Pferde sicherlich immer wieder gefragt haben, warum diese Menschen so komisch ticken.
Der isländische Film, der vielfach ausgezeichnet worden ist, zieht alle Register. Lustig, skuril, schräg, aber auch mit Szenen, die mir kurz das Blut in den Adern haben gefrieren lassen. Wobei es auch eine Schneesturmszene mit Eiseskälte war, in dem sich der südamerikanische Juan mit Hilfe seines Islandpferdes der Kälte erwehrt. Nur, wie er das macht, möchte ich hier nicht aufschreiben. Selber schauen.

In einem abgelegenen Tal, im Nirgendwo von Island, beobachten sich die Nachbarn gegenseitig mit den Ferngläsern. Nichts bleibt, trotz der großen Distanz zwischen den Häusern, verborgen. Neid und Zwietracht liegt oft unter der Schicht des großen Schweigens. Die Menschen reden nicht viel. Aber sie handeln. Dann allerdings in der Not und unter Druck, sehr spontan, verzweifelt und sehr zweifelhaft.

So lässt sich einer auf seinem Pferd ins offene Meer ziehen, um von einem russichen Frachter Wodka zu organisieren. Einer verliert teilweise sein Augenlicht, weil er den Metallzaun des Nachbarn durchschneidet, der eine Durchgangsstraße versperrt. Und so weiter.

Was den Film auszeichnet, ist seine große Liebe zu den Tieren, die wir oft in extremer Nahaufnahme zu sehen bekommen. Jedes neue Kapitel dieses Episodenfilms beginnt in der Spiegelung eines Pferdeauges. Bis auf eine Pferdeszene, die mit einem Menschenauge beginnt.
Wie schon erwähnt, sind die Islandpferde erfüllt mit stoischer Ruhe und Ausgeglichenheit, während die Menschen um sie herum sich ins Unheil stürzen, oder auf der Suche nach der großen Liebe, verschätzen.
Vielleicht ist es einfach ein Film über über das Miteinander von Menschen, die Liebe zwischen den Menschen, die Liebe zu ihren Pferden und überhaupt ein Film über das Leben, das ja auch nicht immer ein Ponyhof ist, wie es so „schön“ heißt.

Im Nachspann von „Hross í oss“, so der Originaltitel, wird als erstes erwähnt, dass keine Pferde zu Schaden gekommen sind, dass die Filmemacher durch die Bank Pferdeliebhaber und langjährige Reiter sind.
Im 45 Minütigen Making-of erfahren wir noch sehr viel mehr über die Dreharbeiten und Hintergründe dieses Filmes.
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Werner Färbers Ungereimtheiten
Wahre Freundinnen

Nachdem sie ward hereingebeten,
sagt die Freundin beim Besuch:
„Ich möcht‘ dir nicht zu nahe treten,
doch herrscht hier drinnen ein Geruch,
der wahrlich nicht erfreulich ist.
Als würd‘ hier irgendwas verwesen?“
„Danke, dass du so ehrlich bist.
Es kommt aus unsrer Besen-
kammer, die diesen üblen Duft
nun schon verströmt seit Tagen.
Mein Mann muss endlich an die Luft!
Hilfst du mir vielleicht beim Tragen?“


Geplagt ist das Rhinozerwas?

Jedes Jahr zur Blütezeit,
kann man es hören schon von weit
wie es schnaubt und wie es prustet,
wie es niest und wie es hustet.

Wie es keucht und wie es leidet,
das arme Tier, während es weidet
zwischen Zebra und Gazelle
gleich bei einer Wasserstelle.

Während Pollen von dem Grase
kitzeln in behornter Nase,
setzt es schleppend schwer die Schritte
fern in der Savannen Mitte.

Das Jucken raubt dem Tier die Sinne!
Das Maul geöffnet, hält es inne.
Endlich macht es tosend SPROTZ!

Befreit ist das Rhinozerotz!

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