Donnerstag, 8.September

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Heute haben
Eduard Mörike * 1804
Frédéric Mistral * 1830
Alfred Jarry * 1873
Michael Frayn * 1933
Helga Novak * 1935
Matt Ruff * 1965
Geburtstag

Eduard Mörike
An den Schlaf

Schlaf! süßer Schlaf! obwohl dem Tod wie du nichts gleicht,
Auf diesem Lager doch willkommen heiß ich dich!
Denn ohne Leben so, wie lieblich lebt es sich!
So weit vom Sterben, ach, wie stirbt es sich so leicht!
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„Sinn und Form“
Heft 5/2016 / September/Oktober € 11,00

Das neue „Sinn und Form“-Heft kommt wieder ganz unscheinbar und geräuschlos in unserer Buchhandlung an. Ohne knalligen Aufmacher und in gewohnter nüchterner Aufmachung liegt es vor mir und ich staune sofort, wenn ich auf das Inhaltsverzeichnis schaue.
Rudolf Borchardt ist mit seinem Erzählfragment „Paulkes letzter Tag“ vertreten, auf den ein Text von Johannes Saltzwedel über diesen Text folgt.

„Eine Finalgestalt des Zerfalls. Rudolf Borchardts Erzählfragment „Paulkes letzter Tag“

Darauf folgen vier Gedichte von Christiane Schulz, die mit dem Titel „Das müde Licht“ betitelt sind.

Ansage

Ein Sturm nimmt den See
in die Hand und Schindeln
von den Dächern und
Bäume drehen sich
ihm hinterher unsere abgerissenen
Reden wollen die Blüten
halten Forsythien Mandeln
Magnolienknospen besprechen
und haben die sicheren Worte
vergessen für die Zukunft
heißt es sollten wir
gewappnet sein

„Das Busentier“ heißt die kurze, harmlose und plötzlich sehr verstörende Erzählung des niederländischen Autors Jan Wolkers, auf die Thomas Hettches Text über die Form des Romanes folgt. Michele Serres, Alberto Savinio, Tim Parks („Aufhören und Handeln. Cesare Paveses Tagebuch“) folgen. Julia Schoch schreibt über „Meine Mythomanien oder Wie sich Wirklichkeit in Literatur verwandelt“ und der polnischen Autor Adam Zagajewski ist mit Gedichten vertreten, die Renate Schmidgall übersetzt hat.

Von meiner Mutter

Von meiner Mutter wüßte ich nichts zu erzählen –
wie sie immer sagte, das wirst du noch bereuen,
wenn ich nicht mehr da bin, und wie ich ihr nicht glaubte,

Als Leseprobe kann ich hier nochNeue Briefe aus Paris. Eine Wende im literarisch-politischen Grenzverkehrvon Claus Leggewie anbieten.
Nicht erwähnt bleiben die vielen anderen Texte, Erzählungen, Essays und Gedichte, die das Heft wieder zu einem perfekten Schmökerobjekt machen.

Ein Gedanke zu „Donnerstag, 8.September

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