Mittwoch, 2.November

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Heute haben
Leo Perutz * 1882
Odysseas Elytis * 1911
Hera Lind * 1957
Joey Goebel * 1980
Geburtstag
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Gefunden im Gedichtekalender 2017 (29.10.2017)

Max Dauthendey
Vollmond

Gelbes Eis
Und grüne Nebel.

Kranke Kallablüten leuchten.
Von den bleichen Bechern rinnet
Goldnes Öl in sanften Strömen.

Warmer Moder,
Nackte Schädel.
Über weiße Marmorwüsten
Fliehen lautlos
Schwarze Schwäne.
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Jacky Terrasson & Stephane Belmondo: „Mother“
Impulse! CD 2016 € 19,99

Feiertag, Allerheiligen, grau und windig. Die Blätter fallen von den Bäumen, das Eichhörnchen saust über die Äste und sucht die letzten Walnüsse. Auf dem Schreibtisch brennt eine Kerze und aus dem Lautsprecher kommt die Musik von Jacky Terrasson und Stephane Belmondo. „Mother“ heißt ihre CD und hört sich an, wie eine intime Session in warmer Atmosphäre. Und dadurch erfüllt sich der Raum nicht nur mit ihren Melodien, sondern wärmt sich auch auf. Der Pianist Terrasson ist mir längst keine Unbekannter, Belmondos Name habe ich zum ersten mal gehört und mich gleich in sein Trompeten-Flügelhornspiel verliebt. Vielleicht sind es einfach ihre persönlichen Lieblingsstücke, oder sie haben sich Stücke herausgesucht, die beiden geläufig sind. Die Standards „Lover Man“ und „You Don’t Know What Love Is“, die Jazz-Klassikern „First Song“ (Charlie Haden) und „In Your Own Sweet Way“ (Dave Brubeck) und die französischen Chansons „Que reste-t-il de nos amours“ (Charles Trenet) und „La chanson d’Helene“ (der herzzerreißend schönen, im Original von Romy Schneider gesungenen Titelmelodie des Films „Die Dinge des Lebens“) gehören dazu, wie auch Stevie Wonders „You Are The Sunshine Of My Life“. Und irgendwie scheint alles passend, stimmig und in einem Guß. Mal melancholisch, ruhig, mal funkig, mal schräger Jazz, alles verschmilzt zu einem guten, gelungenem Ganzen.
Vielleicht genügen Ihnen ja die beiden Videos, um sich meiner Meinung anzuschließen.

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Am kommenden Freitag stellen wir ab 18:30 das neue Buch von Karl Foos vor.
Der Eintritt ist frei und Sie sind herzlich willkommen.

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Karl Foos: „Auf den Spuren des Schöpferischen in der Architektur“
Mit einem Nachwort von Bertrand Stern
81 Seiten mit 39 schwarz-weiß Zeichnungen und Fotos

Es wird der Versuch unternommen, dem Geheimnis des Schöpferischen auf die Spur zu kommen. Wir sind heute fasziniert von der Ausdruckskraft der Höhlenzeichnungen und der Skulpturen der Steinzeitmenschen sowie deren schöpferischen Qualitäten. Die Evolution hat uns den aufrechten Gang und heute das digitale Zeitalter beschert. In unserer heutigen hochtechnisierten Welt scheint die Frage nach den Geheimnissen des Schöpferischen jedoch uninteressant geworden zu sein. Daraus könnte man aber auch schließen, dass es gerade deshalb heute umso wichtiger wird, danach zu fragen. Diesen Versuch einer Spurensuche unternimmt der Architekt Karl Foos. In einem Nachwort widmet sich der Philosoph Bertrand Stern der Bedeutung des „Kreativen“ für den Menschen.

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