Mittwoch, 1.Februar

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Heute haben
Hugo von Hofmannsthal * 1874
und
Günter Eich * 1907
Geburtstag
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978-3-15-019112-5

Februar
Herusgegeben von Christine Schmidjell und Evelyne Polt-Heinzl
Reclam Verlag € 5,00

Wieder sind es fast 70 Gedichte, die hier in das Februar-Heftchen aufgenommen worden sind und wieder ist kein Goethe dabei. Die beiden Damen halten an ihrem Prinzip fest. Gut so! Goethe findet sich in vielen anderen Anthologien und zu allen Gelegenheiten. So kommen wir auch mal ohne ihn aus.

Ringelnatz dichtet sich schon in den Karneval:

Es braust ein Ruf wie Donnerhall,
Berta, wir gehn zum Faschingsball,
Zu Karnevallerie Krawall,
Pot-Pickles, Mixed-Pourri und Drall.
Denn mancherlei im Leben
vielerlei!
Das man nicht sagt, läßt tanzen sich und gröhlen
Und köstlich ist ein unverbindlich Küssen.

In der Anthologie hat es auch Überschriften wie “Das wilde Treiben”, “Ballgeflüster”, “Frühlingserwartung” und “Vorfrühling”. Wir bleiben jedoch noch bei den Rubriken “Immer noch Winter” und “Stille Februartage”. Wer weiß, was noch alles vom Himmel fällt.

Christian Friedrich Hebbel
Winter-Landschaft

Unendlich dehnt sie sich, die weiße Fläche,
bis auf den letzten Hauch von Leben leer;
die muntern Pulse stocken längst, die Bäche,
es regt sich selbst der kalte Wind nicht mehr.

Der Rabe dort, im Berg von Schnee und Eise,
erstarrt und hungrig, gräbt sich tief hinab,
und gräbt er nicht heraus den Bissen Speise,
so gräbt er, glaub’ ich, sich hinein ins Grab.

Die Sonne, einmal noch durch Wolken blitzend,
wirft einen letzten Blick auf’s öde Land,
doch, gähnend auf dem Thron des Lebens sitzend,
trotzt ihr der Tod im weißen Festgewand.

Joseph von Eichendorff
Winternacht

Verschneit liegt rings die ganze Welt,
Ich hab nichts, was mich freuet,
Verlassen steht der Baum im Feld,
Hat längst sein Laub verstreuet.

Der Wind nur geht bei stiller Nacht
Und rüttelt an dem Baume,
Da rührt er seinen Wipfel sacht
Und redet wie im Traume.

Er träumt von künft’ger Frühlingszeit,
Von Grün und Quellenrauschen,
Wo er im neuen Blütenkleid
Zu Gottes Lob wird rauschen.

Richard Dehmel
Winterwärme

Mit brennenden Lippen,
unter eisblauem Himmel,
durch den glitzernden Morgen hin,
in meinem Garten,
hauch ich, kalte Sonne, dir ein Lied.

Alle Bäume scheinen zu blühen;
von den reifrauhen Zweigen
streift dein Frühwind
schimmernde Flöckchen nieder,
gleichsam Frühlingsblendwerk;
habe Dank!

An meiner Dachkante hängt
Eiszapfen neben Zapfen,
starr,
die fangen zu schmelzen an,
Tropfen auf Tropfen blitzt,
jeder dem andern unvergleichlich,
mir ins Herz.
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Nochmals der Hinweis für die NutzerInnen unserer App: „Kauf dein Buch„.
Diese App existiert leider nicht mehr. Auf manchen Smartphones kann man noch bestellen, aber es ist nicht sicher, ob die Reservierung bei uns ankommt.
Bitte nutzen Sie unsere normale Website www.jastram-buecher.de, die sich auch auf Smartphones gut bedienen läßt. Damit landen Ihre Bestellungen ganz sicher bei uns.
Vielen Dank.
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Pen and Plough – 20th Century Poets and Bards of Ceredigion
von Diarmuid Johnson

Buchvorstellung – eine gemeinsame Veranstaltung der Buchhandlung Jastram und des Zentrums für Sprachen und Philologie im Department für Geisteswissenschaften der Universität Ulm

Freitag, 3.Februar ab 19 Uhr
Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt frei

Pen and Plough ist Unterhaltung, Geschichte, Kultur, Literatur und vor allem Kommunikation. Die Vermittlung eines Weltbildes, das auch eine internationale Relevanz hat – ein Werk, das uns über Umwelt, Menschen und Menschlichkeit erzählt. Zentrale Figuren in dieser breitgefächerten Studie sind die Männer aus Ceredigion in West-Wales, einfache Bauern, die häufig wenig formale Schulbildung genossen; Männer die sowohl vom Stift als auch vom Pflug Gebrauch machten. Hier sind die Stimmen einer ländlichen walisischsprechenden Welt zu finden, deren Bedeutung dennoch weit über diese Grenzen hinausstrahlt und die uns alle tangiert.
Dr. Diarmuid Johnson kam in Cardiff, Wales, zur Welt und wuchs in Irland auf. Er ist Muttersprachler in zwei keltischen Sprachen, Irisch durch den Vater und Walisisch durch seine Mutter. Sein Doktorgrad erlangte er in Celtic Studies. Er war University Lecturer und Visiting Professor in Irland, Wales, der Bretagne, Deutschland und Polen. Er war offizieller keltischer Barde in Rhos-y-Gilwen Mansion, Pembrokeshire, Wales und ist heute Direktor der European Academy of Modern Celtic Languages and Culture, Bonn. Als Autor hat er schon mehrere Bücher verfasst, darunter Lyrikbände und eine Autobiographie. Einen dritten, wichtigen Wirkungsbereich bildet die traditionelle Musik von Irland und Wales. Sein Spiel auf der Irish Flute ist auf diversen CDs zu hören.
Die Buchvorstellung findet am Freitag den 3. Februar um 19 Uhr statt

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