Mittwoch 12.April

Heute haben
Alexander Ostrowski * 1823
Gustav Lübbe * 1918
Tom Clancy * 1947
Antje Ravic Strobel * 1974
Geburtstag.
Aber auch Joschka Fischer und Herbert Grönemeyer.
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Christian Morgenstern
Von den heimlichen Rosen

Oh, wer um alle Rosen wüsste,
die rings in stillen Gärten stehn
oh, wer um alle wüsste, müsste
wie im Rausch durchs Leben gehn.

Du brichst hinein mit rauhen Sinnen,
als wie ein Wind in einen Wald
und wie ein Duft wehst du von hinnen,
dir selbst verwandelte Gestalt.

Oh, wer um alle Rosen wüsste,
die rings in stillen Gärten stehn
oh, wer um alle wüsste, müsste
wie im Rausch durchs Leben gehn.

Hg.: Matthias Reiner
Ich wollt‘ dein Bett mit einer Rose schmücken
Ein Rosenbuch herausgegeben von Matthias Reiner.
Mit farbigen Illustrationen von Christina Kraus
Insel Bücherei € 14,00

Ungaretti, Brecht, Emily Dickinson, Paul Celan, Nikolaus Lenau, Ausländer, Rilke, Goethe, die Bachmann und Mörike, Friedrich Rückert und natürlich die Knef. Storm und Morgenstern dürfen nicht fehlen und schön ist es, Erich Mühsam und Johannes Bobowski mit im Buch zu haben. Prosa und Lyrik wechseln sich ab. Zum Schluß gibt es noch einen Sachbuchteil über die Rose von der Frankfurter Gärtnerin und Floristin Mariannae Beuchert. Dazu noch die vielen Rosenbilder von Christina Kraus.
Es regent somit rote Rosen in allen Farben.
Passend zum Buch gibt es bei uns in der Buchhandlung die Buchtüte.

Leseprobe

Rainer Maria Rilke

Rose, oh reiner Widerspruch,
Lust,
Niemandes Schlaf zu sein
unter soviel Lidern.

Heinrich Heine
Alte Rose

Eine Rosenknospe war
Sie, für die mein Herze glühte;
Doch sie wuchs, und wunderbar
Schoß sie auf in voller Blüte.

Ward die schönste Ros im Land,
Und ich wollt die Rose brechen,
Doch sie wußte mich pikant
Mit den Dornen fortzustechen.

Jetzt, wo sie verwelkt, zerfetzt
Und verklatscht von Wind und Regen –
Liebster Heinrich bin ich jetzt,
Liebend kommt sie mir entgegen.

Heinrich hinten, Heinrich vorn,
Klingt es jetzt mit süßen Tönen;
Sticht mich jetzt etwa ein Dorn,
Ist es an dem Kinn der Schönen.

Allzu hart die Borsten sind,
Die des Kinnes Wärzchen zieren –
Geh ins Kloster, liebes Kind,
Oder lasse dich rasieren.

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