Freitag, 21.Juli

Heute haben
Hans Fallada * 1893
Ernest Hemingway * 1899
Mohammed Dib * 1920
Brigitte Reimann * 1933
Geburtstag.
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Christian Hofmann von Hofmannswaldau
Die Welt

WAs ist die Welt / und ihr berühmtes gläntzen?
Was ist die Welt und ihre gantze Pracht?
Ein schnöder Schein in kurtzgefasten Gräntzen /
Ein schneller Blitz bey schwartzgewölckter Nacht.
Ein bundtes Feld / da Kummerdisteln grünen;
Ein schön Spital / so voller Kranckheit steckt.
Ein Sclavenhauß / da alle Menschen dienen /
Ein faules Grab / so Alabaster deckt.
Das ist der Grund / darauff wir Menschen bauen /
Und was das Fleisch für einen Abgott hält.
Komm Seele / komm / und lerne weiter schauen /
Als sich erstreckt der Zirckel dieser Welt.
Streich ab von dir derselben kurtzes Prangen /
Halt ihre Lust vor eine schwere Last.
So wirstu leicht in diesen Port gelangen /
Da Ewigkeit und Schönheit sich umbfast.
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9783845817767

Britta Teckentrup: „Bienen
Kleine Wunder der Natur
Aus dem Englischen von Maria Höck

Maja Lundes „Die Geschichte der Bienen“ steht auf Platz 1 der Spiegel Bestseller-Liste. Ein Buch, das in literarischer Form über das Verschwinden der Bienen berichtet. Für die Kleinen ab 4 Jahren gibt es das Bilderbuch von Britta Teckentrup, das vom Tag einer Biene erzählt. In kurzen Reimen verfolgen wir die Biene, auf ihrem Flug durch die Natur.

Die Sonne geht auf, der Tag beginnt,
die Blumen schaukeln sanft im Wind.

Da fliegt eine Biene und summt ganz leise.
Nimmt sie uns mit auf ihre Reise?

In einem kleinen ausgestanzten Sechseck sehen wir die Biene durch mehrere Seiten hindurch. Sie fliegt von Blume zu Blume, von Baum zu Baum. Im Wald sehen wir die Vögel und das Eichhörnchen. Auf der Wiese die vielen Schmetterlinge und auf der Blumenwiese den Marienkäfer. Sie fliegt weiter von Blüte zu Blüte

Und hinterlässt auf der grünen Flur
aus Blütenstaub eine goldene Spur.

Sie fliegt zurück zu ihrem Stock und berichtet den anderen Bienen von der voll blühenden Wiese.

Der ganze Bienenschwarm bricht auf,
ein kleines Wunder nimmt seinen Lauf.

So sehen wir nicht nur eine kleine Biene, sondern einen ganzen Schwarm am Himmel, die die Blüten besuchen. Sie bekommen ihren Nektar und bestäuben gleichzeitig viele Blumen. Das Buch wird immer bunter und bunter, bis wir auf der letzten Doppelseite ein Blütenmeer in allen Farben zu sehen bekommen.

Donnerstag, 13.Juli

Heute haben
Gustav Freytag * 1816
Isaac Babel * 1894
Georg Hensel * 1923
Wole Soyinka * 1934 (Nobelpreis 1986)
Helga Königsdorf * 1938
Milena Moser * 1963
Geburtstag.
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Heute im Gedichte Kalender:

Gotthold Ephraim Lessing
Der Tanzbär

Ein Tanzbär war der Kett` entrissen,
Kam wieder in den Wald zurück,
Und tanzte seiner Schar ein Meisterstück
Auf den gewohnten Hinterfüßen.
„Seht“, schrie er, „das ist Kunst; das lernt man in der Welt.
Tut es mir nach, wenn`s euch gefällt,
Und wenn ihr könnt!“ – „Geh“, brummt ein alter Bär,
„Dergleichen Kunst, sie sei so schwer,
Sie sei so rar sie sei,
Zeigt deinen niedern Geist und deine Sklaverei.“

Ein großer Hofmann sein,
Ein Mann, dem Schmeichelei und List
Statt Witz und Tugend ist;
Der durch Kabalen steigt, des Fürsten Gunst erstiehlt,
Mit Wort und Schwur als Komplimenten spielt,
Ein solcher Mann, ein großer Hofmann sein,
Schließt das Lob oder Tadel ein?
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Eva Muszynski:Wo ist die Maus?
Beltz&Gelberg Verlag € 8,95
Vierfarbiges Öko-Pappbilderbuchbuch aus 100% Recyclingpapier, gedruckt mit Ökofarben
Für die Allerkleinsten

So sitzt er da, der Elefant. Ein bißchen wie ein Teddybär. Er wartet auf die Maus, seine Freundin. Er steckt nicht gerade voller Tatendrang, aber durch seine Beharrlichkeit schafft er es, dass Fuchs und Giraffe oben und unten, hier und dort nach der Maus suchen. Er bleibt einfach sitzen und wartet ab. Wo ist sie bloß hin, die Maus? Kaum bewegt er sich, nimmt das kleine Bilderbuch Fahrt auf und die Maus zeigt sich und flitzt los. Ein wenig wie bei Bärbeis und Tingeli.
Und wenn Sie genau auf der Rückseite schauen, können Sie schon erahnen, warum die kleine Maus nicht da war. Auch sie wartet, weiß allerdings, dass es etwas dauern kann, da sie die Behäbigkeit ihres Freundes zu kennen scheint.
Mit hellen Farben und klaren Formen erzählt Eva Muszynski diese Geschichte, bei der Kinder auch lernen, kleinen Hinweisen zu folgen: Zu wem wohl der orangefarbene Schwanz und zu wem der gefleckte Körper gehört?
Eine einfache, pfiffige Geschichte, die in fast jede Tasche passt.

Hier gibt es eine klitzekleine Reinschauprobe.

Mittwoch, 5.Juli

 

Heute haben
Jean Cocteau * 1889
Barbara Frischmuth * 1941
Josef Haslinger * 1955
Geburtstag
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9783832197339

Lea Kutz:Eselsohren
DuMont Verlag € 3,99

Das können Sie knicken!
Stellen Sie sich ein Büchlein vor, das erst durch gezielten Vandalismus zu seiner eigentlichen Form findet. Das jeden Ihrer Angriffe mit einer Eselsgeduld erträgt. Das Sie geradezu ermutigt, ihm auf den Pelz zu rücken. Das Schritt für Schritt, Seite für Seite, Knick für Knick, sein Innerstes nach außen kehrt. Ein Büchlein, das Sie zu einer echten Eselei anstiftet …
Stellen Sie sich vor, wie Sie erst ganz zaghaft, beinahe schüchtern, eine Ecke umklappen, mit dem süßen Gefühl, etwas Verbotenes zu tun. Hmmm, das tut gut. Schnell noch eine. Und noch eine … Ein komisches Gefühl ist es, ein neues Buch, ein unberührtes Heft zu knicken. Immer exakt nach den vorgegebenen Trennlinien, damit es nacher ein schönes Eselbild gibt.
Gestern um die Mittagszeit war es soweit. Eine Kundin kannte das Büchle schon und ich sagte zu ihr, sie solle doch einfach mal anfangen. Gesagt getan!