Dienstag, 12.September

Heute haben
Han Suyin * 1917
Stanislaw Lem * 1921
Michael Ondaatje * 1943
Geburtstag und
auch Mark Rothko 1903
Dmitri Schostakowitsch * 1906
Barry White * 1944.
Es ist der Todestag von David Foster Wallace.
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Friedrich Nietzsche
Nun, da der Tag

Nun, da der Tag
des Tages müde ward und aller Sehnsucht Bäche
von neuem Trost plätschern,
auch alle Himmel, aufgehängt in Gold-Spinnetzen,
zu jedem Müden sprechen: Ruhe nun!“
was ruhst du nicht, du dunkles Herz,
was stachelt dich zu fußwunder Flucht …
wes harrest du?
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Haben Sie Ihre Zunge schon geölt?

Moni Port (Text) & Philip Waechter(Illustrationen):
Der Flugplatzspatz nimmt auf dem Flugblatt Platz
Schnellsprecher und Zungenbrecher
Klett Kinderbuch Verlag € 10,00
Ab 5 Jahre

Das mit dem „Fischers Fritz fischt frische Fische, …“ kennen doch alle. Auch das mit dem Brautkleid und dem Blaukraut. Wie oft haben wir unsere Zungen damit verknotet. Wenn nicht beim ersten, dann doch beim zweiten Mal.
Moni Port, die schon einige geniale Kinderbücher im Klett Kinderbuch Verlag veröffentlicht hat, schnappte bei Kindern solche Zungenbrecher auf, hat selber welche erfunden und jetzt eine Auswahl davon zusammen mit dem genialen Illustrator Philip Waechter herausgebracht. In diesem kleinen Format passt es in jede Tasche und Sie erfreuen damit jedes Großraumabteil im ICE. Das Buch gehört in die Reihe mit den Spaßrätseln und Qautschbildern („Was liegt am Strand und nuschelt?“), die auch schon für viele Lacher gesorgt haben.
Freuen Sie sich auf das Buch mit dem am schwersten auszusprechenden Titel aller Zeiten! Das kann ja was werden, wenn Sie ab heute dieses Buch dauernd bei mir bestellen wollen. Aber kein Problem: Das Buch liegt im Stapel an der Kasse

Leseprobe zum Zungenbrecher testen.

Donnerstag

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Heute haben
Robert Browning * 1812
Horst Bienek * 1930
Volker Braun * 1939
Angela Carter * 1940
Almundena Grandes * 1960
Geburtstag

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Robert Browning
Life in a Love

Escape me?
Never—
Beloved!
While I am I, and you are you,
So long as the world contains us both,
Me the loving and you the loth
While the one eludes, must the other pursue.
My life is a fault at last, I fear:
It seems too much like a fate, indeed!
Though I do my best I shall scarce succeed.
But what if I fail of my purpose here?
It is but to keep the nerves at strain,
To dry one’s eyes and laugh at a fall,
And, baffled, get up and begin again,—
So the chace takes up one’s life ‚ that’s all.
While, look but once from your farthest bound
At me so deep in the dust and dark,
No sooner the old hope goes to ground
Than a new one, straight to the self-same mark,
I shape me—
Ever
Removed!
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„Monsterchen bekommt einen neuen Freund. Specki heisst er. Nach „Es gibt keine Kinder“ ist nun Band 2 meiner Monsterchen-Reihe erschienen. Um was geht’s: Angst, Mut, Freunde, Essen, Verbotenes tun – und um Chaos stiften!“, sagt die Autorin und Illustratorin Moni Port über ihr neues Pappbilderbuch.

1

Moni Port: „Ein neuer Freund!“
Monsterchen untewegs mit Specki
Klett Kinderbuch € 11,95
Pappbilderbuch ab 2 Jahre

Die Monster(chen) lässt Moni Port nicht los. „Das mutige Buch“ war ihr erstes mit dem rabenschwarzen Monsterchen drauf. Dann folgte „Es gibt keine Kinder!“ und jetzt, nach grün und knallrot, die nächste Chaosgeschichte in orange um und mit dem Monsterchen.
Es rattert im Kinderzimmer, während das Menschenkind ruhig schläft. Was mag das bloß sein?, fragt Monsterchen seine Mamá. Monsterchen will es wissen und Monstermama mahnt zur Vorsicht. Ja, du kannst gerne nachschauen, aber lass die Türe zu und mach unbedingt nicht das Licht an. (Monster sind nachtaktiv und schlafen tagsüber) Gesagt und nicht getan. Monsterchen öffnet natürlich die Türe, knipst sofort Licht an und entdeckt einen Hamster, der sich in seinem Laufrad dreht. Monsterchen öffnet sein Käfig und fragt, wer er denn sei. „Specki“, kommt die Antwort und gemeinsam erkunden sie die nächste Umgebung. Wobei sie gleich beim Obstkorb hängenbleiben. Monsterchen mag die gelben Dinger, Specki die roten und gemeinsam produzieren sie eine richtige Sauerei, so dass die Menschenmutter am nächsten morgen sauer ins Kinderzimmer stürmt und das Menschenkind fragt, was denn das sei. „Mama, ich war’s nicht! Das waren die bestimmt die Monster!“ – „Ich sag’s zum letzten Mal: Es gibt keine Monster!“, antwortet die Mutter und wir sehen, wie das Menschenkind aus seinem Hochbett steigt, während das kleine Monsterchen in sein Bett krabbelt. Und Specki? Der liegt tiefschlafend in einem Spielzeugwagen und hält zwei Kirschen in der Hand.
Und die Moral von der Geschicht‘?
Monster gibt es nicht. Oder doch?
Erwachsene verstehen nicht alles, was Kinder machen.
Und: Monsterkinder hören auch nicht immer auf das, was ihre Mutter zu ihnen sagt.
Kinder sind nicht an allem Chaos schuld. Machnmal passiert das halt und dann waren es wirklich die Plüschtiere, die nachts aktiv werden. Wer weiss das schon? Ich denke mir oft, was die Bücher in meiner Buchhandlung nachts so treiben. Besuchen sie sich? Lesen sie sich gegenseitig vor? Wer weiss das schon!

Leseprobe

Die wundervolle Seite von Moni Port: Portschau

Donnerstag

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Heute haben
Ovid * 43 v.Chr.
Friedrich Hölderlich * 1770
Henrik Ibsen * 1828
Ralph Giordano * 1923
David Malouf * 1934
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Friedrich Hölderlin
An die Nachtigall

Dir flüsterts leise – Nachtigall! dir allein,
Dir, süße Tränenweckerin! sagt es nur
Die Saite. – Stellas wehmutsvoller
Seufzer – er raubte mein Herz – dein Kehlchen –

Es klagte – o! es klagte – wie Stella ists.
Starr sah ich hin beim Seufzer, wie, als dein Lied
Am liebevollsten schlug, am schönsten
Aus der melodischen Kehle strömte.

Dann sah ich auf, sah bebend, ob Stellas Blick
Mir lächle – ach! ich suche dich, Nachtigall!
Und du verbirgst dich. – Wem, o Stella!
Seufztest du? Sangest du mir, du süße?

Doch nein! doch nein! ich will es ja nicht, dein Lied,
Von ferne will ich lauschen – o! singe dann!
Die Seele schläft – und plötzlich schlägt die
Brust mir empor zum erhabnen Lorbeer.

O Stella! sag es! sag es! – ich bebe nicht! –
Es tötete die Wonne, geliebt zu sein,
Den Schwärmer. – Aber tränend will ich
Deinen beglückten Geliebten segnen.
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Port

Moni Port:Es gibt keine Kinder!
Klett Kinderbuchverlag € 11,95
Bilderbuch mit dicker Pappe für die ganz Kleinen

Wie? Es gibt keine Kinder? Und dann noch eine Gute-Nacht-Geschichte! Was hat sich den Moni Port dabei gedacht. Nach dem grünen „Das mutige Buch“ mit einem schwarzen Monster vorne drauf, gibt es jetzt ein knallrotes mit gleich zwei auf dem Titelblatt. Es sieht so aus wie Mama- und Kind-Monster, die sich mit großen Augen anschauen.
Moni Port dreht einfach mal die Situation um und lässt nicht die kleinen Menschenkinder Angst vor Monstern haben, sondern das kleine Monsterkind hat Angst vor Menschenkinder haben. Aber die gibt es doch nicht, sagt die Monstermama. Du brauchst dich im Dunkeln nicht zu fürchten. Ja, das ist ja nicht das Problem, aber wenn es hell wird, dann kommen doch die Kinder! Irgendwie kennen wir diese Ängste, aber halt nur anders rum.
Als die Mama erschöpft schläft, nimmt das kleine Monster all seinen Mut zusammen und krabbelt noch mal aus dem Bett, um sich umzusehen. Und tatsächlich …. keine Kinder.
Und kaum sind die Monster eingeschlafen, wacht das Menschenkind auf, spielt und macht Unordnung in seinem Kinderzimmer und hat abends natürlich Angst vor den Monstern.
Herrlich! Endlich gibt es für kleine Monster ein Buch, das ihre Angst vor Kindern wirklich ernst nimmt und ihnen Mut macht, dieser Angst zu begegnen.
Die Frage lautet aber immer noch: Gibt es Monster wirklich?
Das ist dann so ne ähnliche Frage, die mich sehr beschäftigt: Was machen die Bücher in der Buchhandlung, wenn wir die Läden zu und das Licht aus haben? Unterhalten sie sich, treiben sie Unfug? Kommt es zu großen Wortwechseln zwischen den einzelnen Literaturgattungen? Das interessiert mich brennend.

Leseprobe, die sich lohnt.
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Gestern abend stellte Christoph Öhm (nicht Herr Schätzing) seinen neuen historischen Thriller vor und beeendete die Lesung an der spannendsten Stelle, wie es sich für einen Krimi gehört.
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