Veranstaltungen

Jastrams literarische Speisekarte:

 

Dienstag, 7.November um 19:00 Uhr
„Die erste Seite“

Wir stellen diese vier neue Bücher vor:

Laura Freudenthaler: Die Königin schweigt
Daniel Kehlmann: Tyll
Paolo Cognetti: Acht Berge
Shida Bazyar: Nachts ist es leise in Teheran

Es liest Clemens Grote
Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt frei
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Donnerstag, 9.November um 20 Uhr
Stefanie Sargnagel
Statusmeldungen

Südwestpress, Galerie, Olgastraße, Ulm

In 80 Tagen aus dem Bett –
Sargnagel kommt aus dem Internet und ist, mit Ausnahme von Rainald Goetz und seinem Online-Tagebuch «Abfall für alle», die erste deutschsprachige Autorin, die im Netz eine Form für sich gefunden hat, die passt, als Literatur funktioniert und über die bisherigen Kanäle ein großes Publikum erreicht. Stefanie Sargnagel schreibt radikal subjektiv und sehr weise über das sogenannte einfache Leben, über Feminismus, über Aussichtslosigkeit und Depression. Stefanie Sargnagel gibt sich wortkarg, gerät aber doch immer wieder ins Erzählen, zeichnet zwischendurch auch mal was, sprengt alle Genregrenzen und erreicht auf nie betretenen Pfaden etwas, das man nicht Roman nennen muss, um davon gefesselt zu sein. Das ist oft zum Brüllen komisch und manchmal tragisch. Ihre Texte sind wie ein Gipfeltreffen zwischen Christine Nöstlinger und Heinz Strunk, aus denen beide mit einem Mordskater hervorgehen.
«Ich bin ja jetzt Autorin, und mit jedem Euro, den ich dadurch verdiene, wird mein inneres Poesievögelchen schwächer. Es schluckt die Münzen gierig, bis es nicht mehr fliegen kann, weil sie so schwer sind, und so landet es Flügelschlag für Flügelschlag auf dem Boden der Realität, auf dem es keine Phantasie gibt, nur Hundekot, Energydrinks und Umsatzsteuern. Mit jedem Satz, den ich für Bezahlung schreibe, erlischt in mir ein kleiner, lieber Stern. Lohnarbeit ist Demütigung, immer und ausnahmslos. Ich möchte nicht arbeiten, ich möchte meine Zeit mit Nichtstun verbringen, ich bin eine Außerirdische, ich bin der Mondmann, ich will mir alles in Ruhe anschaun hier auf der Erde. Ich möchte lieber Gelehrte sein, nur ohne die anstrengende Leserei oder ich möchte Asketin sein, aber ohne den ganzen Verzicht.
Zu erzählen habe ich auch nichts mehr außer: ‹Da muss ich noch das Schreiben und ein Formular ausfüllen, Rechnungen heften, Krankenkassa überweisen, und dann kauf i ma des vom Iglo. Des is guat. Das waam i ma auf. Des Schlemmerfilet. Guad is des.›»
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Donnerstag, 9.November um 20 Uhr
Ronja von Rönne
Heute ist leider schlecht
Beschwerden ans Leben
Roxy Ulm,Schillerstraße

Nach ihrem hochgelobten Debut-Roman »Wir kommen« nun das neue Buch einer der schärfsten Beobachterinnen unserer Zeit, Ronja von Rönne.
›Heute ist leider schlecht‹ ist eine Auswahl ihrer besten Kolumnen aus der »Welt am Sonntag« und ihrem Blog »Sudelheft« sowie brandneuen Texten. Frech, witzig, provozierend und auf den Punkt gebracht widmet Ronja von Rönne sich darin ungemein scharfsinnig und wortgewaltig den Lebensentwürfen unserer Zeit. Sie schreibt über alles, was das Menschsein zur Unverschämtheit macht: » Positiv denken ist sehr in. Dabei ist das großer Unsinn. Wenn man z. B. sehr einsam ist, hilft es auch nicht, sich einzureden, man sei eigentlich nur die kleinste Polonaise der Welt. Denn die Wahrheit ist doch: Man fühlt sich sehr allein, und wenn Sie sich weiter einreden, lediglich ein ›sehr exklusives Clübchen‹ zu sein, bleibt es auch dabei.«
Ein Buch im typischen Rönne-Sound, ein Muss für alle Fans des »neuen Sterns am Himmel des deutschen Popliteratentums«, wie das Deutschlandradio Kultur Ronja von Rönne genannt hat.
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Dienstag, 14. November, 19.30 Uhr
Miriam Gebhardt
Die Weiße Rose
Wie aus ganz normalen Deutschen Widerstandskämpfer wurden
Club Orange, EinsteinHaus, vh Ulm

Die Weiße Rose ist eine der bekanntesten Widerstandsgruppen in der deutschen Geschichte, vor allem Sophie Scholl und Hans Scholl werden immer wieder als leuchtende Vorbilder genannt. Doch warum hatten gerade diese Geschwister und ihre Mitstreiter den Mut, sich gegen das nationalsozialistische Unrechtssystem aufzulehnen? Miriam Gebhardt sucht in den Biografien der Aktivisten die individuellen Voraussetzungen des Widerstands und fragt, welche Ressourcen aus Kindheit, Familie, Umfeld und Erfahrung sie gegen den übermächtigen Gruppendruck der „Volksgemeinschaft“ immunisierten. Ihr Buch erzählt eine neue Geschichte der Weißen Rose und zeigt, warum die Botschaft der Widerstandsgruppe heute, 75 Jahre nach ihren ersten Aktionen, immer noch wichtig ist.
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Dienstag, 5.Dezember um 19 Uhr
„Die erste Seite“

Weihnachtsspezial
Wir stellen vier neue Bücher vor.
Es liest Clemens Grote
Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt frei
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Freitag, 26.Januar um 19 Uhr
Mariana Leky

Was man von hier aus sehen kann
Lesung bei uns in der Buchhandlung

6 Gedanken zu „Veranstaltungen

  1. Pingback: Dienstag « jastramkulturblog

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  3. Pingback: Dienstag | Kulturblog der Buchhandlung Jastram, Ulm

  4. Mein Gross Neffe Stefan Wiltschek von Weissenhorn hatte mir gerade von Ihnen erzaehlt.
    Was fuer ein kleine Welt (heute). Da habe ich mir gleich Ihre Website angeschaut.
    Man sollte dort bei Ihnen vorbei kommen, leider, ich wohne hier in Hamilton, Ontario Kanada
    (seid 60 Jahren) und man kann nicht gleich “ um die Ecke fahren „.
    Ich kann mich heute noch gut an das Riesengebirge – besonders die Schneekoppe – und mein Judendzeit dort im Urlaub
    erinnern. – Und der kl Zug der von Landeshut nach Schoemberg fuhr.( Wo meine Gross Eltern
    und verschiedene Wiltscheks gewohnt haben )
    Ich habe ein Buch von Michael Welder “ Reise nach Schlesien “ – Spurensuch zwischen Anaberg und Zobten (1988 ) vor Jahren von meinen Geschwistern in Deutchland bekommen.
    Mit Freundliche Gruessen,
    Henry Wiltschek
    Hamilton, Ontario Canada
    henrywiltschek@bellnet.ca

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