Sonntag, 18.September

head-jastram-blogflag-reiseskizzen2

Irgendwie kommen Detlef und ich nicht von den Sonntagsskizzen los.
Falls es Ihnen ähnlich geht, ….
Detlef hat die Übersichtsseite mit den 52 Sonntags/Reiseskizzen auf den neuesten Stand gebracht. So können Sie das Jahr mit den Zeichnungen von ihm bequem durchblättern.

surrey-header-paulaner-1000x192

Gleichzeitig möchte ich Sie auf seinen eigenen Skizzenblog hinweisen. Darin tobt er sich immer noch aus.
Ich wünsche Ihnen einen schönen, verregneten Sonntag und Detlef ein trockenes Dach über dem Kopf, dass es nicht auf seine Blätter tropfelt.

skizzenblog.surrey.de

Sonntagsskizzen (50) – Amsterdam


Reiseskizzen von Detlef Surrey

Am Ende meiner fast zweimonatigen Reise mit dem Skizzenblock verbringe ich noch einige Tage in Amsterdam, bevor ich nun nach  Berlin zurückkehre.

Hier einige Eindrücke der letzten Tage…

„I amsterdam“, das Motto der Stadt und seiner Bewohner. Ein beliebtes Fotomotiv vor dem Rijksmuseum.


Eine Straßenecke am Sapharti Park in de Pijp.

Die Sint Nikolaas Kerk am Bahnhof.

Bote der Gay Pride 2016 Parade am Oosterdok vor dem Segelschiff „Amsterdam„.


Der Blick vom Restaurant der OBA Openbare Biblioteek auf die Stadt.

Auf dem Rembrandt Plein sind die Figuren der „Nachtwache“ zu Füßen des Künstlers nachgestellt. Auch dies ein beliebtes Fotomotiv.

—————————–


Detlef Surrey ist Illustrator und Comiczeichner in Berlin.

Skizzen: www.skizzenblog.surrey.de

Blog: www.detlefsurrey.de

Web: www.surrey.de

Dienstag, 16.August

IMG_0242

Heute haben
Charles Bukowski * 1920
Reiner Kunze * 1933
Geburtstag

Charles Bukowski
Be Kind

we are always asked
to understand the other person’s
viewpoint
no matter how
out-dated
foolish or
obnoxious.

one is asked
to view
their total error
their life-waste
with
kindliness,
especially if they are
aged.

but age is the total of
our doing.
they have aged
badly
because they have
lived
out of focus,
they have refused to
see.

not their fault?

whose fault?
mine?

I am asked to hide
my viewpoint
from them
for fear of their
fear.

age is no crime

but the shame
of a deliberately
wasted
life

among so many
deliberately
wasted
lives

is.
___________________________

Unser heutiger Buchtipp:

9783803132789

Panait Istrati: „Kyra Kyralina
Aus dem Rumänischen von Oskar Pastior
Mit einem Nachwort von Mircea Cartarescu
Wagenbach Verlag € 17,90

Mircea Cǎrtǎrescu, selbst international bedeutender rumänischer Autor, beginnt sein Nachwort zu diesem Roman mit den Worten: Panait Istrati hätte überhaupt nicht schreiben müssen, niemals. Seine wahre Berufung war nicht Literatur, sondern die Freiheit – und die ihm selbstverständliche Lebensweise die Wanderschaft, das Nichtsesshafte, das stetige Herumirren auf der Suche nach dem Gral, dem menschlichen Herzen.

Der Roman schildert aus der Sicht des Limonadenverkäufers Stavru, der sein Leben einem ebenfalls umher wanderndem jungen Mann erzählt, die Welt der kleinen Leute im Rumänien und dem Orient der Jahrhundertwende. Wir erfahren von einer lebenslustigen und umschwärmten Mutter, seiner behüteten Kindheit, die durch eine Gewalttat jäh beendet wurde, von dem Getränk Salep, das sich auch heute noch großer Beliebtheit in Istanbul erfreut, aber auch von einem Dasein voller Leid und Wirrnis, voller Schuld und Leidenschaft.

Stavru ist auf der Suche nach seiner entführten Schwester Kyra Kyralina, die ihre Schönheit, Lebendigkeit und ihren Freiheitswillen teuer bezahlen musste. Auf seiner Irrfahrt trifft er reiche, unbarmherzige, skrupellose Menschen, Musiker an der Donau, fließend rumänisch, türkisch und griechisch sprechende Banditen, und einen despotischen Liebhaber. Er zieht durch Konstantinopel, Aleppo, Beirut und Damaskus auf der Suche nach Kyra, die Sinnbild wird für das Gute und Schöne, nach dem er strebt und landet in einem berüchtigten Gefängnis. Stavru bäumt sich immer wieder gegen sein leidvolles Schicksal auf und wird nur einem Menschen in seinem Leben begegnen, dem er vertrauen kann.

Panait Istrati, geboren 1884 in Bukarest, schreibt farbenprächtig und gefühlvoll, man wähnt sich fast in einer Tausendundeine Nacht Geschichte. Er selbst blieb lange Zeit seines Lebens ein Umherziehender, der sich mit Gelegenheitsjobs durchschlug, aber auch die Werke der Weltliteratur las. Schlagartig wurde er mit diesem in Bukarest erschienen und von Oskar Pastior ins deutsche übersetzten Roman berühmt.

Eine besondere Leistung des Wagenbach Verlages, dieses Buch, das bereits 1975 in der DDR erschienen war, jetzt neu herauszugeben und mit dem von dem bereits oben erwähnten Autor hoch interessanten Nachwort zu versehen.